Meine letzte Woche

Üben und Stress

Eine lange Woche beginnt

Zuerst möchte ich mich für die einwöchige Pause entschuldigen. Diese Woche war die heftigste bisher für mich. 2 Präsentationen, 1 IT-Sicherheitsmesse, 1 Telekommunikationsarbeit und die Fertigstellung meiner Bewerbungsseite.

Doch alles der Reihe nach.

Die erste Präsentation

In der Kompetenzförderung „Präsentieren und freie Rede“ steht am Dienstag mein Vortrag an. Ich habe  mir das Thema „Es gibt Drachen“ ausgesucht. Wenigstens etwas, mit dem ich mich auskenne :-). Die Folien hatte ich schon in der letzten Woche erstellt. Beim Probelauf am Wochenende kam ich auf eine Zeit von 7:45 min. Das Problem ist, dass die Präsentation 20 Minuten dauern soll. Also fange ich an , diese zu überarbeiten. Neue Folien, neue Inhalte, längere Infos zu den Folien, langsamer sprechen.

Das geht mir ganz gut von der Hand, aber eine gewisse Spannung bleibt immer. Am Montagabend kam noch Telekommunikation üben dazu. Die Arbeit steigt am Donnerstag und ich bin absolut unsicher. Ich habe mit 2 Kollegen zusammen gelernt, aber wirklich verstehen ist nicht drin ( Ihr wißt ja, das ist mein Lieblingsfach ). Jeden Abend 2 Stunden hartes Training um die Inhalte zu verstehen.

Neben allen diesen Dingen möchte ich bis zur Messe am Mittwoch meine Bewerbungsseite fertigstellen. Dann kann ich gleich einige Bewerbungen für meine Praktikumsstelle losschicken. Doch auch hier gibt es Probleme. Mein Foto wird nicht auf der mobilen Home-Seite angezeigt und in der Mobilansicht sind Verlinkungen auf Socialmedia eingefügt (die ich nicht habe).Noch eine Nachricht an den Support und dann habe ich mich schlafen gelegt.

Präsentation Nummer 1 – Die Zeit der Drachen

Nach ein paar Stunden PowerShell kam die Zeit der Präsentation. Ich habe bis zuletzt noch ein paar Dinge geändert um auf die geforderten 20 Minuten zu kommen. Ich hoffe es reicht. Da sich sonst niemand bereit erklärt hat, bin ich als Erster dran. Alles läuft gut. Ein paar kleine Unsicherheiten aber sonst bin ich gut durchgekommen. Jetzt wissen alle, dass es noch Drachen auf der Welt gibt.

Der Nachmittag und der Abend standen wieder im Zeichen der Telekommunikationsarbeit. Ich durfte mir wieder und wieder einige Dinge erklären lassen, die einfach nicht in meinen Kopf wollten. Aber es wurde langsam besser. Die Zeichnungen gingen schon ganz gut. Die Rechenaufgaben, solala. Nach 2 Stunden ging es um 20:00 Uhr auf mein Zimmer. Dort erwartete mich eine Mail vom Support. Das Einfügen des Fotos ging nur über einen bestimmten Befehl, da ich es mittels Slider eingefügt hatte. Allerdings gab es einen Tipp, wie ich die Social-Media-Icons in der mobilen Ansichtausstellen konnte.  Somit konnte der IT-Sicherheitstag kommen.

Deutsch-Französischer IT-Sicherheitstag

Um 8:30 ging es in Birkenfeld mit dem Bus in Richtung Saarbrücker Kongress-Halle.  Ich habe mir im Vorfeld 6 Firmen ausgesucht, die mich interessierten. Diese waren auch in angemessener Entfernung von meinem Wohnort.

Zuerst holte ich mir eine Simultanübersetzerin fürs Ohr, denn die meisten Vorträge waren in englisch. Zwar verstehen ich es ganz gut, aber bei zuvielen Fachbegriffen ist es so angenehmer gewesen. Allerdings kam die Gute auch mit den Fachbegriffen nicht richtig klar. Als ein Franzose einen Vortrag in Englisch hielt, kapitulierte sie schon fast. Ich erfuhr viel über Trojaner, Würmer und die Fortschritte des Saarlands im Bereich IT. Einige meiner Angewohnheiten werde ich definitiv ändern. Nach dem ersten Vortrag verabschiedete ich mich aber erstmal und ging zu den Firmen. Hier war noch nicht viel los, da alle bei den Vorträgen verweilten. Antizyklisch ist das Zauberwort. Ich kam mit vielen ins Gespräch und bei 6 Firmen werde ich meine Bewerbung zum Praktikum einreichen. Jetzt kann es endlich losgehen.

Ein Gespräch mit einer Rechtsanwaltskanzlei brachte mir noch ein paar Infos zum neuen Gesetz, welches im Mai diesen Jahres in Kraft tritt. Schließlich sollen meine AGB’s und Impressen auch abmahnsicher werden.

Mit viel Input ging es gegen 15:00 Uhr wieder zurück. Pünktlich zum Unterrichtsende waren wir in Birkenfeld. Ich war so kaputt, dass ich mich erstmal 2 Stunden hinlegte. Um 18:00 Uhr ging es mit Lernen weiter. Die letzte Einheit Telekommunikation vor der Arbeit. Alles in allem war ich relativ sicher mit dem Stoff. Nur, sollten die Fragen anders gestellt sein als im Übungsscript, werde ich vermutlich vollkommen hilflos sein.

Die Telekommunikationsarbeit

7:30 Uhr :  Die Arbeit beginnt.

Gleich die erste Aufgabe schien gut zu lösen zu sein. 4 Grafiken sollten eingefügt werden, von analogem bis digitalem Signal. Soweit so gut, allerdings wurden ausser „analog“ andere Begriffe verwendet, die ich mir nicht gemerkt hatte. So durfte ich raten in welches der 4 Kästechen welche Zeichnung sollte. Die meisten der Aufgaben entsprachen unseren Übungen und ich war relativ sicher. Wo wäre ich nur ohne die Hilfe meiner Kollegen gelandet….sicher nicht mit diesem Wissen hier. Danke nochmal an alle. Ich habe wohl mindestens 4 Aufgaben falsch und liege damit hoffentlich noch im Bereich einer 3 . Aber die 4 sollte geschafft sein. Puh.

Nach der Arbeit ging es ins Krankenhaus. Ich hatte mir am Wochenende eine Entzündung des Nagelbetts zugezogen und das mußte – ohne Narkose-  aufgeschnitten werden. AUTSCH. Mit dickem Finger betrat ich nach gut einer Stunde die Klasse und war froh, die Arbeit nicht mit kaputtem Finger geschrieben zu haben.

Der restliche Tag lief vor unser aller Augen nur noch verschwommen ab. Wir waren alle ziemlich fertig, weil sich niemand wirklich auf diese Arbeit gefreut aber viel gelernt hat. Die Kraftreserven waren einfach alle.

Am Abend wurde dann mit Betriebswirtschaft weiter gemacht. Die Arbeit steht am Mittwoch an. Mein Vorteil: Ich weiß fast alles schon. Das ist meine Heimat. Lagerkennziffern, Führungsstile, Organigramme. Jetzt kann ich etwas zurückgeben und mein Wissen teilen. Nur so kann es laufen. Wir sind eine wirklich gute Gemeinschaft.

Wieder auf meinem Zimmer schalte ich eine Stunde bei Animes ab und gehe dann an die morgige Präsentation. Inhalte für meinen Vortrag herausschreiben und Stichworte notieren. Eine A-4-Seite war voll und ich kaputt.

Präsentation Nummer 2 – Peer-to-Peer-Netzwerk

Ich war Schlag 5:30 Uhr wach. Eine gewisse Aufregung macht sich breit. es ist die erste Präsentation die benotet wird. Zudem haben wir bei dem Lehrer noch keine Noten bekommen und ich habe keine Ahnung wie er bewertet.

Unsere Gruppe war als Zweite dran. Gruppe 1 hat super vorgelegt und ich war mir nicht mehr sicher, ob das alles richtig war, was in den Folien steht. Aber seis drum. Wir sind an der Reihe. Ich übernehme das Intro und versuche das Auditorium zu fesseln. Mit persönlicher Ansprache und lockerem Stil. Da meine Fachkenntnisse im technischen Bereich ja nicht so dolle sind, muß ich das irgendwie wett machen.

Der restliche Vortrag verlief fast ohne Probleme. Vielleicht hätte es einen besseren Eindruck gemacht, wenn sich 2 aus meiner Gruppe nicht während des Vortrags gestritten hätten….Mal sehen wie sich das bei den Noten auswirkt.

Anschließend kam das Fachgespräch. Es wurden Fragen zu unserem Projekt gestellt. Ich bekam die nach der Rechtevergabe ab. Au Mann, dachte ich mir. Nicht mein Thema. Aber ich habe mich noch einigermaßen rausgeredet und mit Halbwissen geglänzt. Ich habe den Bereich zwar mittlerweile ungefähr verstanden, aber es anderen zu vermitteln, davon bin ich meilenweit entfernt.

Ich denke in der nächsten Woche dürfen wir die Noten erwarten.

Um 12:45 Uhr durfte ich zum Verbandswechsel noch einmal in die Klinik. Alles gut und kein Eiter mehr. Neuer Verband und ab ins wohlverdiente Wochenende.

Auf jeden Fall die krasseste Woche der Ausbildung bisher.

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