Fachinformatiker für Systemintegration

Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration

Mein Name ist Manfred Krebs und ich habe am 04.Juli 2017 eine Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration (FISI) begonnen. Da ich nicht mehr in meinem Beruf als Kaufmann im Lebensmittel -Einzelhandel arbeiten kann, mußte ich diesen Weg wählen.

Manfred Krebs




Ich bin 43 Jahre alt und versuche mir mit dieser Ausbildung eine neue Zukunft zu schaffen in der ich mich und meine Familie ernähren kann.

Wir haben einen schwerbehinderten Sohn, um den wir uns kümmern müssen, aber das muß nun meine Frau die Woche über alleine schaffen.

Ich bin im BFW Birkenfeld im Internat untergebracht. Dort habe ich ein Einzelzimmer. Dies, sowie die Verpflegung und Arbeitsmittel, werden von der Rentenversicherung BUND in Berlin übernommen.

Ich werde in diesem Blog meine persönlichen und absolut subjektiven Eindrücke und Erfahrungen der Umschulung beschreiben. Wie leicht oder wie schwer mir manches gefallen ist und warum. Den durchgenommenen Lernstoff werde ich auch angeben, so daß Ihr Euch einen Eindruck machen könnt, wie der Ablauf ist.

Wer noch unentschlossen ist und nicht weiß ob er diesen Beruf erlernen soll, dem kann ich praktische Tipps zur Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration geben.

Unser Lehrer für E-Technik, PC-Technik und Progammieren –> Herr Kluge (Name von der Redaktion geändert)

Unsere Lehrerin für Betriebswirtschaft, Kundenschulung und Präsentation –> Frau Schulz (Name von der Redaktion geändert)

Unser Englisch-Lehrer –> Herr Müller (Name von der Redaktion geändert)



Zur Verfügung gestellte Arbeitmittel

Das BFW Birkenfeld stellt wirklich alles, was man zur Ausbildung benötigt. Vom Bleistift, Hefte, Bücher über USB-Sticks hin zu einem kompletten, neuen PC inkl. Windows 10 und sämtlicher benötigter Software für die Dauer der Ausbildung.

Tagesablauf

Mein Tag beginnt – nach Aufstehen und Eiweißshake trinken – um 7:30 Uhr mit dem Unterricht. Um 12:30 Uhr geht es zur Mittagspause.

Es stehen immer 3 verschiedene Menus zur Auswahl:

  1. Vollkost
  2. Fitline
  3. Vegetarisch

Zusätzlich ist immer eine Suppe und ein Dessert, sowie eine große Salatbar vorhanden. Getränke gibt es vom Wasser über Tee bis zu Säften.

Der Unterricht am Nachmittag beginnt am 13:30 Uhr und endet um 15:50 Uhr. Bis um 20.00 Uhr habe ich die Möglichkeit an MEINEM PC zulernen und zu arbeiten. Abendessen wird von 18.00 -19.00 Uhr „serviert“. In den freien Zeit bietet das BFW Birkenfeld ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten an.

  • eigener Fitnessraum
  • Bogenschießen
  • Fitnesskurs
  • Billard
  • Tischtennis
  • Dart
  • Radfahren……

Ich dürfte also keine Langeweile haben.

Weiter gehts im Praktikum

Es wird für mich immer schwieriger euch Einzelheiten über mein Praktikum zu berichten. Die Themen sind sehr speziell und auf eine bestimmte Firma zugeschnitten. Meine Arbeit bezieht sich aufs Analysieren von Log-Files, Installation von Programmen überall auf der Welt und dem Testen von neuen Programmversionen.

Analysieren

Beim Analysieren geht es darum, bestimmte Fehler zu erkunden, die in der Praxis aufgetreten sind. Die Datenscripte weisen entweder bestimmte Fehlermeldungen auf (was die Suche einfach macht) oder ich suche nach Unregelmäßigkeiten. Das ist für mich wie eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Bestimmte Keywörter müssen in bis zu 6 Dokumenten gefunden werden. Dann sind sie im Kontext zu den vorherigen oder folgenden Zeilen zu stellen. Mit etwas Glück findet man den Fehler. Die Ergebnisse leite ich an die Entwicklung weiter. Hier hilft mir mein rudimentäres Wissen über Programmierung aus der Umschulung. Das Ziel der Umschulung ist es ja, jeden Programm-Code verstehen zu können. Die Grundbegriffe sind immer identisch. Ein bischen Englisch hilft hier auch weiter.

Installation

Unsere Programme bestehen aus mehreren Teilen. Diese werden von unterschiedlichen Abteilungen oder gar Firmen bereitgestellt. Die neuen Komponenten müssen in das operative Geschäft übernommen werden. Hierzu nutze ich die Fernwartung. Vor Beginn des Tagesgeschäftes müssen die Dateien an Ort und Stelle sein und funktionieren. Daraus ergibt sich ein festes und teilweise enges Zeitfenster. Dies ist nicht zu überschreiten, da sonst die Kunden dazwischenfunken könnten.

Testen von Programmen

Die oben genannten Programme müssen in Ihrer Zusammenstellung vorher getestet werden. Das ist mein Job. Programm mit Plugin (Erweiterung) 1 aufspielen und eine Testreihe durchführen. Das gleiche Programm mit den Plugins 2-3. Dann das gleiche Spiel mit den Programmen 2-4 usw. Es gibt sehr viele Kombinationsmöglichkeiten. Damit im Tagesgeschäft keine Fehler auftreten müssen alle Eventualitäten ausprobiert werden. Die Testreihen müssen dokumentiert und Fehler festgehalten werden. Die Ergebnisse werden an die Entwicklung geschickt oder direkt per Skype mit den Zuständigen Entwicklern aus aller Welt diskutiert.

Visio ist mein Freund

Ich bin froh, mich während der Umschulung mit Visio beschäftigt zu haben. Das Zeichenprogramm für Blockschaltbilder u.ä. wird hier stark gefragt. So arbeite ich interne Zusammenhänge auf und dokumentiere sie. So kann die Nachwelt unser Tun nachvollziehen. Vor allem sind diese Zeichnungen ein Rückhalt für mich. Die Informationen müssen niedergeschrieben und nachvollziehbar sein.

Betriebsgeheimnisse !

Meine Tätigkeit im Praktikum verpflichtet mich Betriebsgeheimnisse nicht auszuplaudern. Daran werde ich mich natürlich halten. Allerdings erschwert es mir, euch Informationen über meine Tätigkeit zukommen zu lassen. Ich versuche mich, so gut wie möglich auszudrücken und hoffe ihr habt Verständnis, wenn ich einiges nur andeuten kann. Nach Rücksprache mit meinem Chef darf ich den Namen meines Praktikumsbetriebs und der Verwendeten Komponenten, welche nicht projektbezogen sind, nennen.

Mein Betrieb ist die TCPOS in Völklingen. Wir stellen, die in vorherigen Berichten schon erwähnten, Kassensysteme her. Ich bin in dieser 3. Woche immer noch der Projektleitung zugeordnet. Das ist auch der Bereich, den ich beruflich anpeile. Nun bekommt ihr in meinen Arbeitsalltag einen kleinen Einblick.

Gerät per Fernwartung updaten

Zum Start der neuen Woche geht es um ein Update. Mehrere Kassen (irgendwo in Deutschland) mußten auf den neuesten Stand gebracht werden. Ich bekam eine genaue Einweisung in die Handhabung und durfe bei der ersten Kasse zusehen. Das waren wieder mal viele Informationen für mich. Gleichzeitig hat mein Kollege eine Checkliste angelegt. Anhand dieser sollte ich die nächste Kasse updaten.

Ich hatte wie immer das Gefühl nichts richtig zu machen. Aber Stück für Stück – vor allem mit der Liste – ging es voran. Es hat mir niemand den Kopf abgerissen. Allerdings ist meine Unsicherheit immer noch da. Neues Metier und es sind Aufgaben für den Endkunden, das muss klappen. Das erhöht den Druck bei mir und meinem Anspruch. Willkommen im Berufsleben.

Im Anschluss habe ich mir die Checkliste geschnappt und mit meinen Ergänzungen vervollständigt. Einige Vorgänge sind mir immer noch nicht ganz klar. Mit jedem Auftrag wid es aber besser.

Feuer nebenan

Zu einer Ablenkung hat ein Feuer unseren Arbeitsalltag bereichert. Uns haben, schon ein paar Minuten lang, die Sirenen draussen gestört. Da wir in Arbeit vertieft waren, haben wir uns nicht weiter darum gekümmert. Wir haben eine gute Aussicht aus unserem Fenster und da war nichts zu sehen. Nach ein paar Minuten kam ein Kollege rein und fragte uns, ob wir nichts mitbekommen hätten. Nebenan würde es brennen. Wir sind nachschauen gegangen und sahen eine Armada von Feuerwehrahrzeugen die komplette Strasse blockieren. Im Casino brannte es. Doch der Rauch im Verhältnis zu der Menge an Feuerwehr nicht der Rede wert. So blieben nur 2 Fahrzeuge vor Ort und der Rest machte sich nach einiger Zeit wieder auf den Weg. Die einzige Frage die im Raum stand war: „Komme ich mit meinem Auto gleich aus der Parklücke raus?“

Problem an der Bestellstation durch MAC-Adresse gelöst

Heute sollten wir, in unserer Testumgebung, eine Kasse in Amerika nachstellen. Da in Amerika einiges anders ist, mußten wir u.a. das Kreditkartenterminal austauschen. Um es mit dem System zu verbinden, brauchten wir die IP, welche im Quellcode eingegeben werden muss. Mein Kollege meinte es wäre immer die 111 oder 112 gewesen. Also haben wir beide ausprobiert und keine hat geklappt. Der Server wurde neu gestartet, verschiedene Zahlenkombinationen ausprobiert und zu guter Letzt ein Programm gestartet, welches alle IP’s im Netzwerk anzeigt. Ansich eine gute Idee, doch passte keine der Anzeigen zu dem zu findenden Gerät. In der Sammlung von IP’s standen auch die MAC-Adressen. Da kam mir die Idee einfach mal auf dem Gerät nachzuschauen, ob die nicht vermerkt ist. Und da war sie auch, auf einem Klebestreifen unten drunter. Voilá, es klappte alles.

Arbeiten mit Putty zur Problemlösung an der Bestellstation

Folgender Bericht wird einen unserer Lehrer besonders freuen. Er liess uns mit Putty auf Geräte zugreifen, die außerhalb unseres Netzwerkes lagen. Hierzu braucht man nur….verrate ich nicht :-). Ich mochte das Programm nicht. Es ist klein – sprichwörtlich, die Anzeige ist Mini – und man hat nur eine Textoberfläche. Zwar nutze ich diese auch, aber es ist nicht meine liebste Art mir alle Programmteile in Quellcode und Texten darzustellen.

Wir haben einen neuen Server bekommen um unsere Testumgebung zu erweitern. Hierzu fehlte die IP und ein paar kleinere Einstellungen. Wie man an die IP kommt wußte ich zwar, jedoch die anderen Feinheiten wollte nicht gelingen. So bekam ich den Support ans Ohr der mich durch die Tiefen der Programmierzeilen führte. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr froh, schon einmal damit gearbeitet zu haben. Das man mit Nano Codes bearbeiten kann und wie man Batchdateien einfügt und erstellt.

Mit dieser Unterstützung bekamen wir auch das Baby zum Laufen. Ich darf erwähnen, dass Teile der Testumgebung schon bis zu 2 Jahre darauf warten installiert zu werden. Zum Glück bin ich jetzt da!

Selbstständiges Arbeiten

Da mein direkter Vorgesetzter Kollege krank geworden ist, bin ich die nächsten 2 Tage auf mich alleine gestellt. So habe ich mir die Testumgebung vorgenommen und die Dinge ausprobiert, die mir am sinnvollsten eschienen. Damit habe ich wieder mehr Übung im Installieren und der Projektumgebung bekommen. Das sollte sich als hilfreich erweisen. Am nächsten Tag ging es ans Eingemachte. Unser Teamchef kam zurück und hat mich mit Aufgaben bedacht. Kontrollen verschiedener Logfiles (Dateien die im Hintergrund angelegt werden bei jedem Kassiervorgang) oder das Testen von bestimmten Programmkombinationen. Unser System kann aus fast unendlich vielen Kombinationen aus Geräten bestehen, sodaß ich diese alle gar nicht im Vorfeld testen kann. Zudem gibt es immer wieder Fälle, die das Leben schreibt – die sind erst Recht UNTESTBAR. Plötzlich auftauchende Fehlermeldungen, Anzeigen da wo sie nicht sein sollen, fehlende Dateipfade, Dinge die gestern noch funktioniert haben, gehen heute nicht u.s.w. Und ich bin jetzt mittendrin.

Da meine Zugänge zu fast allen Systemen vorhanden sind, kann ich auch alles erledigen.

Heute morgen habe ich am ersten Teammeeting teilgenommen. Jeden Morgen findet eine Vergabe der täglichen Aufgaben statt. Ab jetzt bekomme ich auch meinen Teil ab. Ich freue mich, immer mehr ein Mitglied diser Gemeinschaft zu werden und produktiv mitarbeiten zu können. Doch ohne vorheriges Üben geht es nunmal nicht. Nun flattern mir aktuelle Probleme zwischen dringliche Recherchen auf den Schreibtisch. Es macht Spaß wieder mitten im Geschehen zu sein und gebraucht zu werden. So werde ich weiter meinen Beitrag zum Gelingen der täglichen Aufgaben leisten und vielleicht darf ich ja bleiben 😉

Programmcodes und ein neues Template

Der Support

Die letzte Woche durfte ich im Support ausklingen lassen. Dort bekam ich einen Eindruck über den Arbeitsumfang. Andauernd kamen neue Mails und Telefonate rein. Diese sind so vielfältig wie man es sich nicht vorstellen kann. Kaum ein Anruf läßt sich mit :“ Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Stecker. Warten sie ein paar Minuten und starten dann das Gerät neu.“ lösen. Aber solche Fälle gibt es auch. So bietet jeder Kundenkontakt neue Herausforderungen und fordert flexible Lösungen. Am Anfang dachte ich, dass man sein Sytem kennen müßte. Doch weit gefehlt. Durch die Vielfalt der Geräte, ständigen Firmware-Updates und fehlerhafter Bedienung der Kassen ist das Feld der Fehler weit gefächert. Nur durch eine Zusammenarbeit aller MItarbeiter sind diese Probleme oft zu lösen. Einige sind in 5 Minuten, andere in 1,5 Tagen erst gelöst. Aber gelöst werden sie (fast) immer.

Mein Mentor gab mir am Ende der Woche einen Einblick in die Unternehmensstruktur. Das bedeutet: Wie sind die Ordner im Intranet aufgebaut? Wo finde ich was? Wie funktioniert das CRM ( Customer Relationsship Management)? Wie läuft der Vorgang einer Ticket-Erstellung und -dokumententation ab?

Dieser ganze Input wurde von mir aufgesaugt und ich konnte das Meiste nachvollziehen. Diese Vorgänge selbst betreuen geht natürlich noch nicht. Am Montag habe ich mich aus der Abteilung verabschiedet.



Die Projekt-Leitung

Ich kam von einem bunten Haufen lustiger Menschen ( Support) in einen Raum mit 4 Arbeitsplätzen. Hier herrscht ruhiges und konzentriertes Arbeiten. Interessant war, dass alle 4 Plätze belegt waren. Wo sollte ich also hin? Der Abteilungsleiter sah sich nach einem Tisch um, den wir direkt hinzufügten. Seitdem sitze ich etwas im Weg….Das ist bestimmt nicht jedem genehm, aber es geht nicht anders.

Im Laufe der Woche wurde die Atmosphäre etwas angestrengter. Es galt Termine einzuhalten, dem Chef Rede und Antwort zu stehen, Meetings via Skype abzuhalten oder daran teilzunehmen, Systeme zu testen, neue Systeme aufzubauen und nebenbei noch den Praktikanten zu versorgen. Das ist Ihnen gut gelungen. Ich bin mit meiner Versorgung jedenfalls mehr als zufrieden. Mitte der Woche durfte ich meine erste Aufgabe erledigen. An einem System mußten mehrere Test durchgeführt werden. Die Resultate sollte ich dokumentieren. Hierbei habe ich 2 Fehler gefunden. Immerhin.

Heute morgen habe ich an meinem ersten Skype-Meeting teilgenommen. Teilnehmer aus Italien, Deutschland und der Schweiz unterhielten sich auf Englisch über Fachthemen. Ich konnte, bis auf einige Fachbegriffe, die ich währenddessen gegoogelt habe, sehr gut folgen. Diese Skype-Meetings finden häufiger statt. Zusätzlich gibt es 1-2 x in der Woche Seminare über Skype zu aktuellen Themen.

Die Abteilung Hardware habe ich auch kennengelernt. Ums Haus rum ist eine Halle, in dieser werden Test- und eigene Hardware versendet, empfangen und gelagert.



Das neue Template

Da ich etwas Zeit hatte, habe ich an meiner Kassenoberfläche/Template gearbeitet. Ich habe mir ein paar Tips geholt, wie ich Anordnungen von einem Layer zum anderen kopieren kann (die Oberfläche ist in Schichten unterteilt/Layer). Das hat auch vorbildlich geklappt. Ich habe noch etwas rumprobiert und dann alles gespeichert. Nach erneutem Aufrufen war meine Startseite weg. Alle Vorarbeiten futsch. Zum Glück hatte ich eine Sicherungskopie erstellt. Diese war allerdings etwas älter und hatte noch keine Konfigurationen. Jetzt kann ich es nur noch mit Hilfe von Fotos nachstellen. Mist. Zum Glück hatte ich auf anderen Ebenen noch eine weitere Variante der Oberfläche angelegt. Diese nutze ich nun. Für die Vorführung wird sie reichen.

Nun noch einen Export der Templates auf dem PC gemacht und gesichert. Nach einem Re-Import war die Oberfläche die Bilder und die Tasten da, allerdings waren die Tasten ohne Funktion. Immerhin etwas und ich muß nicht alles neu machen.

Da mein Import der Datenbank nicht klappte, habe ich mir einen neuen Virtuellen PC gezimmert und das System neu installiert. Die Datenbank wurde korrekt importiert. Schonmal ein Erfolg. Nun noch das Kassensystem installiert und gestartet. Meine Oberfläche war komplett da. Nicht nur die Tasten und die Bilder. Bingo. Nun habe ich wirklich einen Haufen Zeit beim Projekt gespart. Immerhin habe ich es so beschrieben, dass eine Firma die Software so ausliefert, wie ich sie jetzt vorliegen habe. Nun noch ein Skype-Meeting mit den USA und dann ins Wochenende.



Frühstückstemplate
Kassenoberfläche fürs Frühstück

Die ersten 3 Tage Praktikum

An diesem Montag war ich aufgeregt und freudig, endlich ins Praktikum zu kommen. Ich möchte das Kassensystem kennen lernen. Sehen, wie die Kollegen drauf sind und schauen, ob der Beruf mir auch in der Praxis Spaß macht.

Fröhlich begab ich mich ins Gebäude und den Aufzug. 10 Minuten waren noch Luft bis 9:00 Uhr. Im dritten Stock angekommen, ging die Türe nicht auf. Trotz mehrmaligem „Türe-Auf-Schalter“ drücken passierte nix. Also die 2 gedrückt und wieder runter. Dort das gleiche Spiel. Dann mit der ersten Etage und zum Schluß mit dem Erdgeschoss. Ich saß fest. Toller Start. Da ich nicht auf den Notdienst warten wollte, habe ich versucht, die Türe aufzuschieben. Es ging schwer, aber es ging. Nun ging es die 3 Etagen zu Fuß hoch. Sichtlich unentspannter trat ich in die Geschäftsräume, wurde aber herzlich empfangen. Nach der Abgabe meiner Unterlagen wurde ich zum Support begleitet. Hier traf ich auf den Kollegen, der mich schon vor einer Woche eingewiesen hatte. Für diese Woche soll er mein Lehrmeister sein.

Ich bekam meinen eigenen Laptop, Tastatur und Maus. Mit dem Laptop kann ich mich an jedem Arbeitsplatz mittels Dockingstation einloggen. Laptop drauf, Monitore konfiguriert und los gehts. Auf den Computer habe ich Virtual Box installiert. Das ist ein Programm zur Virtualisierung von Computern. Hier dient es mir als Oberfläche, um das Kassensystem zu installieren. Kleine Probleme beim Importieren der Kassendaten konnte ich selbst lösen. Darauf war ich schon etwas stolz.



Das Kassensystem

Um reinzukommen habe ich mir zwei Wikiseiten durchgelesen. Einmal die Architektur der Anwendung und die Systemvoraussetzungen. Natürlich war das alles in Englisch. So hatte ich etwas zu tun. Anschließend ging es an die Installation einer virtuellen Maschine. Die vorgelegte Iso-Datei enthielt die wichtigsten Programme. Nur die aktuellen Kassensysemdaten mußten importiert werden. Zu Übungszwecken habe ich alle Installationen in der Eingabeaufforderung ( CMD) gemacht. Nun noch die Sockets und Ports richtig eingestellt und schon gab es fast keine Fehlermeldungen mehr. Eine Datenbank wurde noch nicht gefunden. Korrekt, die war ja auch noch nicht installiert. Das geschah als Nächstes. Die 3 Scripte im Datenbankmanager ausführen und damit die Tabellen erstellen. Den Namen der Datenbank in der ini ändern und schon klappts. Danach fand er eine andere .ini-Datei nicht. Das Präfix „example“ entfernen und gut. Nun wurde der passende Port nicht gefunden. In den aktuellen Port geändert und einige Zeilen auskommentiert.

Das System steht. Datenbank, Server alles da. Im Projekt muß ich nur alles auf verschiedenen Geräten bewerkstelligen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt also bestehen.

Jetzt konnte ich das erste Mal das Innere des Kassensystems sehen. Es ist einem Webshop nicht unähnlich. So habe ich einen Shop, eine Kasse und ein Template angelegt. Die Folge: ein weißer Bildschirm! Es war ja noch nichts im Template konfiguriert. Das habe ich dann gleich geändert.

Ein paar Anregungen habe ich mir von den Kollegen geholt. Hier ist mein vorläufiger Entwurf.

Kassentemplate
Bediener-Oberfläche meiner Kasse

Jede dieser Tasten wird separat konfiguriert. Nachdem eine Buttonart gewählt ist, ordnet man ihr eine Funktion zu. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Vorher empfiehlt sich ein Plan, sonst fängt man mehrfach von vorne an.

Nachdem die erste Installation funktioniert hat, mache ich das Ganze noch einmal. Ohne Anleitung. Die ersten Probleme konnte ich alleine lösen. Leider wollte das Programm meinen Port nicht akzeptieren. Nach 1 Stunde rumprobieren, nahm ich Hilfe in Anspruch. Ein “ hat im Quellcode gefehlt. Das habe ich versehentlich gelöscht. Freudig ging es an die Konfiguration der Administrator-Oberfläche. Dachte ich. Ich bekam eine Fehlermeldung, dass die Datenbank nicht erreichbar sei. Da mir einige Syntaxe noch nicht so bekannt sind, habe ich damit rumexperimentiert. leider brachte mich das nicht zum gewünschten Erfolg. Also habe ich meine Dateien mit den der vorherigen Installation verglichen. Es sah alles ähnlich aus. Ich habe mir ein Herz gefasst und die Grunddaten neu installiert. Auch dies ohne Erfolg. Nachdem nun gute 3 Stunden vergangen waren und mein Kollege auch nicht weiterkam, befragte ich den Ersteller des Programms. Mit einem Blick sah er wo der Fehler lag. Na Bravo. Da alle Programme auf einer Bedieneroberfläche lagen, musste eine Funktion von Nein auf Ja gestellt werden. Schon lief es. Die restlichen Angabe gingen mir schon gut von der Hand. Und 1,5 Stunden vor Feierabend hatte ich obiges Template fertig. Nun nur noch kurz über die Doku und über die Bedienerfunktionen recherchiert. Morgen bekommt mein System eine Geldschublade und einen Bondrucker. Ich bin nach 3 Tagen mehr als begeistert. Nette Menschen, Hilfsbereitschaft, interessante Arbeit und gute Laune. Was will man mehr.



Frontend grün
Kassenoberfläche 2. Versuch

Der letzte Tag vor dem Praktikum

Ein bischen wehmütig bin ich schon, da ich weiß: „Heute ist der letzte Tag in Birkenfeld.“

Der ganze Morgen ist geprägt von Abschied. Die letzten Screenshots von der Projektvorbereitung werden gemacht. Ein paar Dateien werden auf einen USB-Stick gezogen. Die Peripherie wird abgebaut ( Server, PC, Switch, DSL-Modem…).

Doch einmal wird es noch interessant – Der Projektantrag bei der IHK wird ins System eingestellt und abgegeben. Damit das klappt, haben wir gestern (endlich) die Zugangsdaten bekommen. Also eingeloggt und eingegeben:

  1. Das Thema der Projektarbeit
  2. Geplanter Bearbeitungszeitraum ( von wann bis wann findet der Aufbau statt)
  3. Projektbeschreibung ( Details)
  4. Projektumfeld (wo wird aufgebaut)
  5. Projektphasen mit Zeitplanung (detaillierte Zeitplanung)
  6. Dokumentation und Projektarbeit (Was wird dokumentiert)
  7. Anlagen (Skizze des Projekts)
  8. Präsentationsmittel (was wird zur Präsentation des Projektes in der letzten Prüfung benötigt)
  9. Allgemeine Hinweise
Blockschaltbild meines Projektes
Blockschaltbild Prüfungsprojekt

Und so sieht mein Projekt voraussichtlich aus. Genau kann ich das noch nicht sagen. Die IHK prüft jetzt meine Angaben. Sollte etwas nicht stimmen oder noch zusätzlich erledigt werden müssen, bekomme ich Bescheid. Diese Änderungen sind verpflichtend einzuhalten. Hier habe ich aber keine Befürchtung, dass zuwenig enthalten ist. 35h ist das zulässige Maximum. Da bin ich schon eng dran.

Die letzten Noten

Das Zeugnis des 3. Semesters ist das Letzte, welches wir erhalten. Da es noch nicht fertig ist, bekamen wird diese so mitgeteilt.

Mein Ergebnis:

HB (Betriebswirtschaft) –> 1

ITS (Theorie der IT) –> 2

ITF (Praxis der IT) –> 3

TOE ( Fach-Englisch) –> 1

Damit bin ich mehr als zufrieden. Hätte mir das jemand zu Beginn der Ausbildung gesagt, hätte ich es nicht geglaubt. OK – die Note im fachpraktischen Bereich schon :-).

Aber das geht nur mit Disziplin und Willen.

„Niemals aufgeben- niemals kapitulieren“ Zitat: Galaxy Quest *

= Neuer Job – neuer Lebensabschnitt.



Die letzte Woche

Meine letzte Woche am BFW wurde etwas hektisch. Noch 5 Tage um Komponenten meines Projektes zu testen. Noch 5 Tage um Fehler auszuräumen. Noch 5 Tage um die Zusammenhänge zu verstehen. Noch 5 Tage um die Dokumentation der Schritte zu vervollständigen. Nur 5 Tage um meine Kollegen um Hilfe zu bitten.

Zuerst habe ich alle Verbindungen geprüft und bin mittlerweile bei Version 8 der Blockschaltbildes. Das Logo der imaginären Firma habe ich überarbeitet. Das ist zwar nicht prüfungsrelevant, macht aber den Kopf frei. Wenn ich nicht mit übermäßigem technischen Wissen punkten kann, dann vielleicht mit etwas Design.

Die Herstellung eines Backups habe ich probiert. Mit der Zip-Datei hatte ich Probleme, doch mit dem richtigen Programm ging es.

Als es Donnerstag wurde, nahm ich mir doch noch einmal den Switch vor. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mich den VLAN’s nicht gewidmet hatte. Noch 1 Tag Restzeit. Da ich für die erstinstallation ein anderes VLAN verwendet habe, mußte jetzt alles umgestellt werden. Dies konnte ich nur durch die Hilfe und fachkundige Anleitung von Andy – Danke dir. Stecker hier rein, dann was konfigurieren – Stecker in einen anderen Port und IP ändern – wieder zurück und Neustart usw. so ging es den ganzen Mittag. Zu guter Letzt hat alles funtioniert. Ich habe mir noch einmal einen DSL-Anschluß besorgt um alles real darzustellen. Passt. In den letzten Minuten habe ich Screenshots und Notizen gemacht. Damit habe ich meine Doku ergänzt. Das wars.

Der Abbau

Der Freitag Morgen fing ruhig an. Jeder bastelte noch etwas an seinen Notizen und Projekten. Allerdings hat die Motivation sichtlich nachgelassen. Der Schlußspurt stand an. Die Projektanträge mußten eingegeben, unterschrieben und zur IHK abgeschickt werden. Bei meinem gab es nur ein kleines Problem – die Addition der Stundenzeiten. Hier ein Fehler, da ein Vertauscher. Ich hoffe es war die Konzentration. Sonst stellt mich niemend mehr als Kaufmann ein :-). Ab 10:00 Uhr wurden alle Geräte abgebaut und verpackt.

Zum guten Schluß kam noch die Frage nach den Zeugnissen auf. Diese konnten noch nicht erstellt werden, weil die letzten Noten der Nachschreiber spät kamen. Zusätzlich war die Sekretärin in dieser Woche nicht da. So bekamen wir die Noten nur so mitgeteilt (s. oben).

Das waren vorerst meine Berichte aus Birkenfeld. Ab Montag berichte ich aus meinem Praktikumsbetrieb.



*=Affiliate Link

Noch eine Woche Vorbereitung

Die letzte Woche liegt vor mir. Das Testen der einzelnen Komponenten ist herausfordernd. In diesen Tagen weiß ich, dass ich eine solche Vorbereitungszeit nicht mehr bekommen werde. Andereseits bin ich platt. Die tägliche Anspannung und Aufregung zerrt an meinen Nerven. Nach 7-8 Stunden reiner Arbeit am PC fallen mir die Augen zu. Doch die Vorfreude auf das Praktikum und das Bestehen der Prüfung macht mir immer wieder Mut.



Das Kassensystem

Am letzten Freitag bin ich zu meinem Praktikumsbetrieb gefahren. Ich wollte mir das Kassensystem und die technische Umgebung zeigen lassen. Ich traf auf viele nette Mitarbeiter. Das Arbeitsklima ist spitze ( sweit ich das bisher beurteilen kann). Ein Kollege aus dem Support hat sich mir und meinen Fragen angenommen.

Für mich war wichtig:

  • Wie werden die Kassen an den Server angebunden?
  • Passen die Betriebssysteme, die ich ausgewählt habe?
  • Erreiche ich den Server von einer Weboberfläche oder über VPN?
  • Welche Funktionen sind grundsätzlich vorhanden?
  • Gibt es ein Standard-Template für die Kasse?
  • Wie einfach ist die Installation zu handhaben?

Zuerst durfte ich mein Projekt erklären. Nach einer kurzen Einweisung, gab es gleich Einwände: „In den 2 veranschlagten Stunden ist es nicht zu schaffen! Unsere MItarbeiter benötigen zur Installation 1-2 Tage.“ Das ließ meinen Mut etwas sinken. Sollte ich mich übernommen haben. Aber so leicht gebe ich nicht auf: „Ich habe für die Konfiguration des Datenbankservers und des Applikation-Servers 2h separat veranschlagt. In den 2h soll rein das Kassensystem aufgebaut und die Frontend-Software installiert werden.“ Nach einigem Hin und Her wurde mir bestätigt, dass das so klappen könnte. In den nächsten 6 Wochen bis zum Projektaufbau, werde ich stetig üben.



Zu den technischen Zusammenhängen fertigte mir der Kollege einen Plan an. Dort konnte ich nachvollziehen, mit welchen Protokollen und Daten gearbeitet wird. Ich habe die Informationen direkt beim Aufbau des Datenbankservers eingesetzt. Diesen habe ich mit unserem Lehrer für Datenbanken installiert. Er ist sichtlich erfreut, dass jemand eine solche in sein Projekt einbaut. Ich muß zugeben, dass ich das nciht freiwillig mache, aber ohne die funktioniert das System nicht. Nun hoffe ich, dass ich die Fragen in der Abschlußprüfung zu diesem Thema gut beantworten kann.

Die IHK-Anmeldung

Um sein Projekt genehmigt zu bekommen, reicht man es bei der IHK ein. Unser Termin wird Anfang Februar sein. Doch bis heute ist noch keine Nachricht eingetroffen. Per Post wird uns ein Zugang zu einem Online-Portal freigegeben. In dieses tragen wir die erforderlichen Informationen ein. Zusätzlich zur Textform, soll das Blockschaltbild hochgeladen werden. Wenn ich mich in Birkenfeld befinde komme ich nun nicht an die Post, die zuhause liegt. Das Ende dieser Woche ist der 26te. Da bleiben noch ein paar Tage Zeit. Ich finde die Bemessung allerdings etwas knapp.

Für die Durchführung des Projektes haben wir im März 8 Tage Zeit. Eigentlich 2 Wochen, aber mit Wochenende und Präsentationstag, sowie Abbau, belibt nicht mehr übrig. Die Stundenzahl von 35 soll hierbei nicht überschritten werden. Zusätzlich müssen wir in dieser Zeit alles dokumentieren. Denn diese Infos müssen in die Dokumentation für die IHK. Nach dieser werden wir geprüft und sie wird mit einer Note bewertet. Nach dem Ablauf der 2 Wochen wird das Projekt wieder abgebaut. Sollten dann noch Screenshots oder einzelne Punkte fehlen, kann niemand darauf zurück greifen. Klar kann es zuhause nachgebaut werden, aber ich habe nicht genug Geräte dafür. Sollten alle Stricke reissen, kann ich beide Wochenenden dazunehmen (+4,5 Tage). Der Notfallpuffer sollte reichen.

Am vorletzten Tag wird das Projekt dem Fachpublikum vorgestellt und erläutert. Das ist eine gute Übung für das Fachgespräch vor der IHK. Dort werden evtl. Wissenslücken aufgedeckt, die nachgelesen werden sollten. Der letzte Tag dient dem Abbau der Geräte.

Konfigurationen der Woche

Nachdem die Peripherie steht, begebe ich mich ans Herz der Netzwerkumgebung. Das ist der Server und die komplette Virtualisierung. Mit meinem minimalen technischen Verständnis stoße ich dabei gleich auf die ersten Hürden. Ein strukturiertes Arbeiten fällt mir schwer, obwohl ich mich an meine Dokumentation halte. Ich möchte zuviel gleichzeitig machen und sehe die Zusammenhänge dafür (noch) nicht. Aber dafür ist diese Zeit gedacht. Fehler machen – nach Lösungen suchen – optimieren der Unterlagen. Ein besonderes Problem hatte ich beider Festlegung von LAN, WAN und dem restlichen Netzwerk. Zwar habe ich diese bisher immer hinbekommen, jedoch ist es schwer, wenn man von Grund auf alles alleine machen soll.

So schleichen sich immer mal ein paar Pausen in den Denkprozess. Diese lähmen den Aufbau und machen wenig Mut. Doch ich versuche mich aufzurappeln und weiter zu machen. Dabei ist es die letzte Woche ohne berufliche und familiäre Verpflichtungen. Ich möchte sie genießen und alle Energie mit in den neuen Lebensabschnitt nehmen.

Nächste Woche erfahrt ihr, wie es in meiner ersten Praktikumswoche war.



2 Wochen bis zum Praktikum

Nächstes Wochenende ist es soweit. 1,5 Jahre Umschulung liegen hinter mir und das Praktikum beginnt. Doch die Aufregung wird größer.

Unsicherheit

Wie genau soll mein Projekt aussehen? Kann ich es schaffen, alles funktionierend aufzubauen? Wie wird es im Praktikumsbetrieb sein? Habe ich genug Zeit, mich während des Praktikums ausreichend auf die schriftliche Prüfung vorzubereiten? Kann ich den Fragen der Prüfer standhalten? Stimmt mein Lehrer dem Projektantrag zu? Reichen die Komponenten oder müssen noch Dinge hinzu, die ich noch nicht beherrsche? Sind meine Wege innerhalb des Netzwerkes korrekt oder geht nicht einmal der Server?

Fragen über Fragen und die Zeit fängt an zu rennen. Bei 13 Kollegen im Lehrgang ist es sehr zeitaufwändig für unseren Ausbilder, jedem gerecht zu werden. Jeder hat Fragen, jeder ist unsicher, jeder macht das erste Mal so ein großes Projekt. Jeder möchte es so gut wie möglich machen. Doch jeder stößt auch an seine Grenzen und muß neue Dinge ausprobieren. Einfache Probleme brauchen Stunden um sie zu lösen. Sei es durch eine neuere Version eines Programmes oder falsche Konfigurationen. Eigene Wege gehen und dem Ziel weiter näher kommen, das ist der Plan.



Bei mir bedeutet das zuerst einmal herausfinden, welche Komponenten das Kassensystem benötigt. Bei einem Besuch in meinem Praktikumsbetrieb habe ich diese Informationen bekommen. Am Freitag Mittag habe ich mir die Zeit genommen, dort vorbeizufahren. Freundlicherweise haben sich der IT-Chef und die Personalcheffin freigemacht um meine Fragen zu beantworten. Sie waren von meinem Projekt sehr angetan. Verschiedene Änderungen wurden mir empfohlen:

  • Den Einbau von Windows Servern statt Linux Servern
  • Die Einrichtung eines Datenbankservers
  • Die Nutzung eines Adminzugangs für die Kassensysteme statt einer VPN (siehe mein Bericht vom 28.10.2018 oder von der letzten Woche)
  • Das Weglassen der mobilen Bestellaufnahmegeräte (Handhelds)
  • Das RDX-Laufwerk soll wegfallen zugunsten einer Backup-Cloud

Mit diesen Informationen habe ich meinen Plan neu gestaltet. Mittlerweile bin ich bei Version 4. Unser Lehrer hat noch nicht intensiver draufgeschaut. Also weiß ich nicht, ob die Menge der Komponenten so ausreichend ist.

Backup-Cloud

Zuerst nehme ich die Backup-Cloud in Angriff. Ich kontrolliere zuerst die Backups, die über das Wochenende angelegt wurden. Es hat alles funktioniert und insgesamt 3 Abbilder meiner Daten wurden auf dem RDX-Laufwerk abgelegt. Nun fing ich an eine Lösung für die Cloud zu suchen. Das Backup-Programm Iperius gibt mir die Möglichkeit zwischen den Datenspeicherorten zu wählen. So gab ich eine Cloud an. Ich wählte die Gratis-Varianten Google Drive und One Drive von Microsoft. Doch hier kam leider keine Verbindung zustande. Anscheinend stimmte etwas mit den Paswörtern nicht. Doch da ich keine Lösung gefunden habe, probierte ich es mit der Goolge Cloud. Diese ist für 12 Monate kostenlos, wenngleich man seine Kreditkartendaten hinterlegen muß. Ich werde also ein Auge auf Google haben. Doch hier bekam ich die gewünschten Zugangsdaten und konnte eine Verbindung herstellen. Als Firma wird man seine Daten schließlich auch nicht auf ein OneDrive-Konto mit ein paar GB legen :-).

Die schwierigste Aufgabe war das festsetzen der Backup-Art. Ich wußte, dass ich ein Vollbackup und dann täglich ein differentielles Backup benötige. Diese speichert die letzten Änderungen im Vergleich zum letzten Vollbackup. Der Vorteil besteht darin, nur diese beiden Datenquellen aus dem Netz herunter zu laden. Bei einem inkrementellen Backup müßten alle letzten Speicherdaten seit dem letzten Vollbackup geladen werden.



Datenbank-Server

Für den Datenbankserver habe ich mir Hilfe geholt. Unser Lehrer für dieses Fach ist mir bei der Installation zur Seite gestanden. Es ist nicht sonderlich schwer, aber einige Kniffe sollte man beachten. So habe ich zuerst einen Windows Server 2016 erstellt. Hierauf kam die Microsoft SQL Datenbank. Nun habe ich zwar noch kein Gerät, das Informationen auf diese Datenbank bringt, jedoch werde ich zum Versuch einige Datenbanken anlegen. Damit das funktioniert muß ich noch einige Erweiterungen installieren. Dazu brauche ich einen Internetzugang auf meiner virtuellen Maschine. Diese hergestelle war wieder eine Stunde vorbei. Nun soll das ganze Projekt maximal 35h dauernd bis es fertig ist. Ich sehe meine Zeit schwinden. Ich dokumentiere mir zwar jeden Schritt, doch ein sicheres Gefühl habe ich noch nicht. Immer wenn ich vor dem nächsten Schritt stehe, habe ich das Gefühl, nichts zu wissen. Zum Glück habe ich aber Kollegen.

Im nächsten Schritt werde ich versuchen ein Gespräch mit unserem Ausbilder zu bekommen. Ich hänge sonst zu sehr in der Luft. Die Verbindungen unter den 3 virtuellen Servern müssen noch hergestellt und die Switches konfiguriert. Das werde ich in der nächsten Woche real aufbauen.



Praktische Übungen

Heute möchte ich euch von meiner ersten Woche der Projektvorbereitung erzählen.

Nachtrag der Noten

Doch zu allererst die letzten Noten für Leistungsüberprüfungen. Vor einigen Wochen haben wir Englisch geschrieben. Es gab dieses Mal viele Übersetzungen. Diese Korrekturen haben viel Zeit in Anspruch genommen, so gab es die Noten erst diese Woche. Mit einer 1,1 bin ich stabil. So wird dann auch die Endnote aussehen. In Betriebswirtschaft hatte ich gehöriges Herzklopfen vor der Arbeit. Doch zum guten Schluß war es unnötig. Relativ einfache Fragen und Definitionen. Hier bin ich mit einer 1,3 ausgestiegen. Damit sollte eine 2 auf dem Zeugnis drin sein. Auch wenn die Meinungen über den Schwierigkeitsgrad geteilt waren, war der Schnitt gut. Allerdings schreiben auch noch 6 Kranke nächste Woche nach.



Praktische Übungen

Ich muß mir Gedanken über mein Prüfungsprojekt machen. Ein Server soll rein und ein Kassensystem, dass ich von meinem Praktikumsbetrieb freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekomme. In dieser Woche habe ich auch ein par Vorinformationen darüber bekommen, so dass ich mir ein Bild über die benötigten Ressourcen und Software machen kann. Ein erster bebildeter Plan ist entstanden. Ich versuche den Server, den Router ( pfSense) und evtl. einen Webserver und einen Datenbankserver zu erstellen. Diese werden mit einem virtuellen Büro und einem Verkaufsraum verbunden. Die Sicherung der Artikeldaten wird mittels Backup auf einem RDX-Laufwerk vorgenommen. Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) sorgt für die Ausfallsicherung des Stroms bei dem System. Strom weg = USV an. Da auch der Chef mal von zuhause auf die Verkaufszahlen schauen möchte, richte ich eine End-to-Site-Verbindung ein. Damit kann er von seinem Laptop, Handy oder PC zuhause auf den Server im Geschäft zugreifen. Um das zu ermöglichen werde ich eine VLAN (virtuelles LocalAreaNetwork) -Verbindung kreieren und über verschiedene Switches und Patchpanels leiten. Mit einer VPN-Verbindung (Virtual PrivateNetwork) kommt ein Datenaustausch zu stande.

VLAN und VPN

Um taktisch an die Aufgabe heranzugehen, habe ich mir einen Plan von den Einzelaufgaben gemacht. Zuerst habe ich mich am VLAN versucht. Dies hatten wir schon einmal mit Anleitung gemacht. Natürlich trat auch hier ein Problem bei der Anbindung der neuen virtuellen Switche auf. Mit Unterstützung war die Verbindung hergestellt. Die VPN war die größere Herausforderung. Da wir so etwas noch nicht über die pfSense (Firewalldistribution) gemacht hatten, stand viel Ausprobieren auf dem Programm. Die erste Verbindung sollte auf einen PC im gleichen Netzwerk gehen. Nach einigen Versuchen und viel Fragen hat die Verbindung funktioniert. Mir ist da wieder klar geworden, dass ich den Zusammenhang der einzelnen Komponenten noch nicht richtig verstanden habe. Mit einmaligem durchnehmen ist es nicht getan. Doch dafür ist dieser Monat ja da. Um Auszuprobieren und zu Üben. Immerhin bin ich auf mich alleine gestellt. Jeder arbeitet an seinem eigenen Projekt. Doch Hilfe bekomme ich immer von jeder Seite. Danke dafür. Nun ging es an die mobile Anbindung. Ich wollte mein Handy mit dem Netzwerk des BFW verbinden. Hierfür benötigte ich eine DSL Verbindung. Also Modem an einen Switch angeschlossen und diese konfiguriert. Die App aufs Handy laden – auch wenn ich erst 3 ausprobiert habe. Die Daten und Zertifikate eingeben und schon hatte ich Zugriff. Hört sich leicher an als es war. Der Zeitraum umfasste einen ganzen Tag. Aber ich war froh und stolz, als alles funktionierte.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es. Am Morgen klingelte mein Handy nicht, weil die VPN-Einstellungen noch nicht gelöscht waren. Dumm gelaufen.



Das Kassensystem


Das zu installierende Kassensystem macht einen sehr guten Eindruck. Es vereint die Möglichkeiten einer Webseite mit denen einer Kasse. Von Filtern, Gutscheinen, Zahlungsarten, persönliches Display, Tischreservierung Kellnerschlüssel, Berichte usw. wird für jeden etwas geboten. Ich muß mich nun entscheiden, welche dieser Funktionen ich nutzen möchte. Vor allem, welche Funktionen sinnvoll ins Projekt passen. Zwischen den Kassen ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk. Damit funktionieren diese auch beim Ausfall der Netzwerkverbindung. Ist diese wieder hergestellt, werden die Daten an den Server übertragen. Die Installation von tragbaren Geräten ist ebenso möglich. Ich muß mich nur entscheiden, ob ich die Software auf mein Handy oder ein anderes Gerät installiere. Die Vorgabe enthält einen Datenbankserver. Diesen werde ich das erste Mal diese Woche erstellen. Vielleicht fällt dadurch auch der Webserver weg. Das entscheide ich im Laufe der nächsten Woche. Das Projekt soll immerhin maximal 35h Aufbauzeit haben. Das beinhaltet auch die Kontrolle aller Funktionen. Ich muß alle Schritte mit Bild und Text dokumentieren, damit ich meine Doku im Anschluß vernünftig schreiben kann. Das Projekt steht nur 1,5 Wochen und wird dann wieder abgebaut. Eine Ergänzung von fehlenden Daten müßte ich aus dem Gedächntis erstellen. Evtl. wäre auch ein erneuter Teilaufbau möglich. Doch das müßte im Praktikum geschehen. Also besser direkt alles korrekt machen.

Ich hoffe es war nicht zuviel technisches Geschwafel und ihr seid bis zum Ende mitgekommen. Aber das wird meine Zukunft sein. Ich freue mich auf die nächste Woche. An deren Ende sollte mein Projektantrag für die IHK in schriftlicher Form stehen.



Das Jahr der Prüfungen

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr 2019.

Mit dem neuen Jahr sind auch die letzten 3,5 Wochen vor dem Praktikum angebrochen. In dieser Zeit werden ich mich auf die Prüfungen und das Prüfungsprojekt vorbereiten. Das kann spannend oder sehr zäh werden.

Mein Plan für das Projekt nimmt langsam Gestalt an. Ich habe vor, ein Kassensystem an ein bestehendes Netzwerk anzuschließen. Aktuell gibt es die dritte Version dieses Plans.

Prüfungen

Folgende Prüfungen stehen in diesem Jahr an:

  1. Projektaufbau
  2. Schriftliche Prüfung
  3. Präsentation des Projektes mit anschließendem Fachgespräch

1. Projektaufbau

Im April wird das von mir geplante Projekt in den Räumlichkeiten des BFW aufgebaut. Da wir eine sehr große Gruppe haben, wird unser Lehrgang geteilt. Für den Aufbau stehen uns 2 Wochen zur Verfügung. In Stunden dürfen 35 nicht überschritten werden ( Vorgabe der IHK).



Detailliert bedeutet das:

In Woche 1 (Mo.-Fr.): Zusammensuchen der Komponenten, Technische Umsetzung, Ständige Dokumentation.

In Woche 2 (Mo.-Mi.): Beenden der Arbeiten und Lösen der letzten Probleme. (Do.) Präsentieren des Projektes im BFW für die IT-Lehrgänge (Semester 1-3) und Fachpublikum ( Lehrer, Praktikumsfirmen…). (Fr.) Abbau des Projektes mit der Möglichkeit fehlende Screenshots und Informationen zu dokumentieren.

2. Schriftliche Prüfung

Im Mai werden hier im BFW die schriftlichen Prüfungen geschrieben. Hierfür bin ich für wieder für 2 Wochen im BFW. Diese werden aus dem Wiederholen von Inhalten und dem Erarbeiten von alten Prüfungen bestehen. Voraussichtlich am Donnerstag der zweiten Woche, werden 3 Prüfungen geschrieben. Diese bestehen aus der Kernqualifikation, Fachqualifikation und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Meine Kompetenz liegt natürlich im Bereich WISO. Sollte ich die Kern- und Fachqualifikation mit 5 und die WISO-Prüfung mit 1 bestehen, wäre ich trotzdem durchgekommen. Nur eine 6 in einem Fach verhindert automatisch ein Bestehen. Mein Ziel ist es aber alle Teile mit mindestens 3 zu bestehen. So ambitioniert bin ich schließlich. Ich darf auch mit Fragen rechnen, die in keiner bisherigen Prüfung vorkamen. Die Technik entwickelt sich so schnell, dass zu Neuerungen oft ein Frage kommt.

3. Präsentation des Projektes mit anschließendem Fachgespräch

Am 03.07. ist es dann soweit. Der letzte Teil der Prüfung steht an. Hier muss die Dokumentation aus dem Projekt in schriftlicher ( pdf) Form der Prüfungskommission vorliegen. Anhand dieser wird meine 15 minütige Projektvorstellung bewertet. Im Anschluß kommt dann meine Achillesferse – Das Fachgespräch. In diesem dürfen Fragen zu meinem Projekt, zu den Bereichen Technik und Durchführung, gestellt werden. Technik…Ich werde froh sein, wenn der Aufbau funktioniert. Fragen dazu werden schwierig aber nicht unmöglich. Reden kann ich schließlich. Ich muß auf meine Tagesform und etwas Glück hoffen.

Am Ende der Prüfung bin ich Fachinformatiker für Systemintegration. Der Tag sollte mit einer kleinen Feier beendet werden. Am nächsten Tag beginnt der Ernst des Lebens wieder.

Soweit mein Überblick über die nächsten Monate. Ich hoffe, ich kann euch zwischendurch interessante Infos mitteilen. Diese werden allerdings in loser Folge niedergeschrieben. Drückt mir die Daumen.

Euer Manfred