Fachinformatiker für Systemintegration

Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration

Mein Name ist Manfred Krebs und ich habe am 04.Juli 2017 eine Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration (FISI) begonnen. Da ich nicht mehr in meinem Beruf als Kaufmann im Lebensmittel -Einzelhandel arbeiten kann, mußte ich diesen Weg wählen.

Manfred Krebs




Ich bin 43 Jahre alt und versuche mir mit dieser Ausbildung eine neue Zukunft zu schaffen in der ich mich und meine Familie ernähren kann.

Wir haben einen schwerbehinderten Sohn, um den wir uns kümmern müssen, aber das muß nun meine Frau die Woche über alleine schaffen.

Ich bin im BFW Birkenfeld im Internat untergebracht. Dort habe ich ein Einzelzimmer. Dies, sowie die Verpflegung und Arbeitsmittel, werden von der Rentenversicherung BUND in Berlin übernommen.

Ich werde in diesem Blog meine persönlichen und absolut subjektiven Eindrücke und Erfahrungen der Umschulung beschreiben. Wie leicht oder wie schwer mir manches gefallen ist und warum. Den durchgenommenen Lernstoff werde ich auch angeben, so daß Ihr Euch einen Eindruck machen könnt, wie der Ablauf ist.

Wer noch unentschlossen ist und nicht weiß ob er diesen Beruf erlernen soll, dem kann ich praktische Tipps zur Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration geben.

Unser Lehrer für E-Technik, PC-Technik und Progammieren –> Herr Kluge (Name von der Redaktion geändert)

Unsere Lehrerin für Betriebswirtschaft, Kundenschulung und Präsentation –> Frau Schulz (Name von der Redaktion geändert)

Unser Englisch-Lehrer –> Herr Müller (Name von der Redaktion geändert)



Zur Verfügung gestellte Arbeitmittel

Das BFW Birkenfeld stellt wirklich alles, was man zur Ausbildung benötigt. Vom Bleistift, Hefte, Bücher über USB-Sticks hin zu einem kompletten, neuen PC inkl. Windows 10 und sämtlicher benötigter Software für die Dauer der Ausbildung.

Tagesablauf

Mein Tag beginnt – nach Aufstehen und Eiweißshake trinken – um 7:30 Uhr mit dem Unterricht. Um 12:30 Uhr geht es zur Mittagspause.

Es stehen immer 3 verschiedene Menus zur Auswahl:

  1. Vollkost
  2. Fitline
  3. Vegetarisch

Zusätzlich ist immer eine Suppe und ein Dessert, sowie eine große Salatbar vorhanden. Getränke gibt es vom Wasser über Tee bis zu Säften.

Der Unterricht am Nachmittag beginnt am 13:30 Uhr und endet um 15:50 Uhr. Bis um 20.00 Uhr habe ich die Möglichkeit an MEINEM PC zulernen und zu arbeiten. Abendessen wird von 18.00 -19.00 Uhr „serviert“. In den freien Zeit bietet das BFW Birkenfeld ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten an.

  • eigener Fitnessraum
  • Bogenschießen
  • Fitnesskurs
  • Billard
  • Tischtennis
  • Dart
  • Radfahren……

Ich dürfte also keine Langeweile haben.

Programmcodes und ein neues Template

Der Support

Die letzte Woche durfte ich im Support ausklingen lassen. Dort bekam ich einen Eindruck über den Arbeitsumfang. Andauernd kamen neue Mails und Telefonate rein. Diese sind so vielfältig wie man es sich nicht vorstellen kann. Kaum ein Anruf läßt sich mit :“ Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Stecker. Warten sie ein paar Minuten und starten dann das Gerät neu.“ lösen. Aber solche Fälle gibt es auch. So bietet jeder Kundenkontakt neue Herausforderungen und fordert flexible Lösungen. Am Anfang dachte ich, dass man sein Sytem kennen müßte. Doch weit gefehlt. Durch die Vielfalt der Geräte, ständigen Firmware-Updates und fehlerhafter Bedienung der Kassen ist das Feld der Fehler weit gefächert. Nur durch eine Zusammenarbeit aller MItarbeiter sind diese Probleme oft zu lösen. Einige sind in 5 Minuten, andere in 1,5 Tagen erst gelöst. Aber gelöst werden sie (fast) immer.

Mein Mentor gab mir am Ende der Woche einen Einblick in die Unternehmensstruktur. Das bedeutet: Wie sind die Ordner im Intranet aufgebaut? Wo finde ich was? Wie funktioniert das CRM ( Customer Relationsship Management)? Wie läuft der Vorgang einer Ticket-Erstellung und -dokumententation ab?

Dieser ganze Input wurde von mir aufgesaugt und ich konnte das Meiste nachvollziehen. Diese Vorgänge selbst betreuen geht natürlich noch nicht. Am Montag habe ich mich aus der Abteilung verabschiedet.



Die Projekt-Leitung

Ich kam von einem bunten Haufen lustiger Menschen ( Support) in einen Raum mit 4 Arbeitsplätzen. Hier herrscht ruhiges und konzentriertes Arbeiten. Interessant war, dass alle 4 Plätze belegt waren. Wo sollte ich also hin? Der Abteilungsleiter sah sich nach einem Tisch um, den wir direkt hinzufügten. Seitdem sitze ich etwas im Weg….Das ist bestimmt nicht jedem genehm, aber es geht nicht anders.

Im Laufe der Woche wurde die Atmosphäre etwas angestrengter. Es galt Termine einzuhalten, dem Chef Rede und Antwort zu stehen, Meetings via Skype abzuhalten oder daran teilzunehmen, Systeme zu testen, neue Systeme aufzubauen und nebenbei noch den Praktikanten zu versorgen. Das ist Ihnen gut gelungen. Ich bin mit meiner Versorgung jedenfalls mehr als zufrieden. Mitte der Woche durfte ich meine erste Aufgabe erledigen. An einem System mußten mehrere Test durchgeführt werden. Die Resultate sollte ich dokumentieren. Hierbei habe ich 2 Fehler gefunden. Immerhin.

Heute morgen habe ich an meinem ersten Skype-Meeting teilgenommen. Teilnehmer aus Italien, Deutschland und der Schweiz unterhielten sich auf Englisch über Fachthemen. Ich konnte, bis auf einige Fachbegriffe, die ich währenddessen gegoogelt habe, sehr gut folgen. Diese Skype-Meetings finden häufiger statt. Zusätzlich gibt es 1-2 x in der Woche Seminare über Skype zu aktuellen Themen.

Die Abteilung Hardware habe ich auch kennengelernt. Ums Haus rum ist eine Halle, in dieser werden Test- und eigene Hardware versendet, empfangen und gelagert.



Das neue Template

Da ich etwas Zeit hatte, habe ich an meiner Kassenoberfläche/Template gearbeitet. Ich habe mir ein paar Tips geholt, wie ich Anordnungen von einem Layer zum anderen kopieren kann (die Oberfläche ist in Schichten unterteilt/Layer). Das hat auch vorbildlich geklappt. Ich habe noch etwas rumprobiert und dann alles gespeichert. Nach erneutem Aufrufen war meine Startseite weg. Alle Vorarbeiten futsch. Zum Glück hatte ich eine Sicherungskopie erstellt. Diese war allerdings etwas älter und hatte noch keine Konfigurationen. Jetzt kann ich es nur noch mit Hilfe von Fotos nachstellen. Mist. Zum Glück hatte ich auf anderen Ebenen noch eine weitere Variante der Oberfläche angelegt. Diese nutze ich nun. Für die Vorführung wird sie reichen.

Nun noch einen Export der Templates auf dem PC gemacht und gesichert. Nach einem Re-Import war die Oberfläche die Bilder und die Tasten da, allerdings waren die Tasten ohne Funktion. Immerhin etwas und ich muß nicht alles neu machen.

Da mein Import der Datenbank nicht klappte, habe ich mir einen neuen Virtuellen PC gezimmert und das System neu installiert. Die Datenbank wurde korrekt importiert. Schonmal ein Erfolg. Nun noch das Kassensystem installiert und gestartet. Meine Oberfläche war komplett da. Nicht nur die Tasten und die Bilder. Bingo. Nun habe ich wirklich einen Haufen Zeit beim Projekt gespart. Immerhin habe ich es so beschrieben, dass eine Firma die Software so ausliefert, wie ich sie jetzt vorliegen habe. Nun noch ein Skype-Meeting mit den USA und dann ins Wochenende.



Frühstückstemplate
Kassenoberfläche fürs Frühstück

Die ersten 3 Tage Praktikum

An diesem Montag war ich aufgeregt und freudig, endlich ins Praktikum zu kommen. Ich möchte das Kassensystem kennen lernen. Sehen, wie die Kollegen drauf sind und schauen, ob der Beruf mir auch in der Praxis Spaß macht.

Fröhlich begab ich mich ins Gebäude und den Aufzug. 10 Minuten waren noch Luft bis 9:00 Uhr. Im dritten Stock angekommen, ging die Türe nicht auf. Trotz mehrmaligem „Türe-Auf-Schalter“ drücken passierte nix. Also die 2 gedrückt und wieder runter. Dort das gleiche Spiel. Dann mit der ersten Etage und zum Schluß mit dem Erdgeschoss. Ich saß fest. Toller Start. Da ich nicht auf den Notdienst warten wollte, habe ich versucht, die Türe aufzuschieben. Es ging schwer, aber es ging. Nun ging es die 3 Etagen zu Fuß hoch. Sichtlich unentspannter trat ich in die Geschäftsräume, wurde aber herzlich empfangen. Nach der Abgabe meiner Unterlagen wurde ich zum Support begleitet. Hier traf ich auf den Kollegen, der mich schon vor einer Woche eingewiesen hatte. Für diese Woche soll er mein Lehrmeister sein.

Ich bekam meinen eigenen Laptop, Tastatur und Maus. Mit dem Laptop kann ich mich an jedem Arbeitsplatz mittels Dockingstation einloggen. Laptop drauf, Monitore konfiguriert und los gehts. Auf den Computer habe ich Virtual Box installiert. Das ist ein Programm zur Virtualisierung von Computern. Hier dient es mir als Oberfläche, um das Kassensystem zu installieren. Kleine Probleme beim Importieren der Kassendaten konnte ich selbst lösen. Darauf war ich schon etwas stolz.



Das Kassensystem

Um reinzukommen habe ich mir zwei Wikiseiten durchgelesen. Einmal die Architektur der Anwendung und die Systemvoraussetzungen. Natürlich war das alles in Englisch. So hatte ich etwas zu tun. Anschließend ging es an die Installation einer virtuellen Maschine. Die vorgelegte Iso-Datei enthielt die wichtigsten Programme. Nur die aktuellen Kassensysemdaten mußten importiert werden. Zu Übungszwecken habe ich alle Installationen in der Eingabeaufforderung ( CMD) gemacht. Nun noch die Sockets und Ports richtig eingestellt und schon gab es fast keine Fehlermeldungen mehr. Eine Datenbank wurde noch nicht gefunden. Korrekt, die war ja auch noch nicht installiert. Das geschah als Nächstes. Die 3 Scripte im Datenbankmanager ausführen und damit die Tabellen erstellen. Den Namen der Datenbank in der ini ändern und schon klappts. Danach fand er eine andere .ini-Datei nicht. Das Präfix „example“ entfernen und gut. Nun wurde der passende Port nicht gefunden. In den aktuellen Port geändert und einige Zeilen auskommentiert.

Das System steht. Datenbank, Server alles da. Im Projekt muß ich nur alles auf verschiedenen Geräten bewerkstelligen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt also bestehen.

Jetzt konnte ich das erste Mal das Innere des Kassensystems sehen. Es ist einem Webshop nicht unähnlich. So habe ich einen Shop, eine Kasse und ein Template angelegt. Die Folge: ein weißer Bildschirm! Es war ja noch nichts im Template konfiguriert. Das habe ich dann gleich geändert.

Ein paar Anregungen habe ich mir von den Kollegen geholt. Hier ist mein vorläufiger Entwurf.

Kassentemplate
Bediener-Oberfläche meiner Kasse

Jede dieser Tasten wird separat konfiguriert. Nachdem eine Buttonart gewählt ist, ordnet man ihr eine Funktion zu. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Vorher empfiehlt sich ein Plan, sonst fängt man mehrfach von vorne an.

Nachdem die erste Installation funktioniert hat, mache ich das Ganze noch einmal. Ohne Anleitung. Die ersten Probleme konnte ich alleine lösen. Leider wollte das Programm meinen Port nicht akzeptieren. Nach 1 Stunde rumprobieren, nahm ich Hilfe in Anspruch. Ein “ hat im Quellcode gefehlt. Das habe ich versehentlich gelöscht. Freudig ging es an die Konfiguration der Administrator-Oberfläche. Dachte ich. Ich bekam eine Fehlermeldung, dass die Datenbank nicht erreichbar sei. Da mir einige Syntaxe noch nicht so bekannt sind, habe ich damit rumexperimentiert. leider brachte mich das nicht zum gewünschten Erfolg. Also habe ich meine Dateien mit den der vorherigen Installation verglichen. Es sah alles ähnlich aus. Ich habe mir ein Herz gefasst und die Grunddaten neu installiert. Auch dies ohne Erfolg. Nachdem nun gute 3 Stunden vergangen waren und mein Kollege auch nicht weiterkam, befragte ich den Ersteller des Programms. Mit einem Blick sah er wo der Fehler lag. Na Bravo. Da alle Programme auf einer Bedieneroberfläche lagen, musste eine Funktion von Nein auf Ja gestellt werden. Schon lief es. Die restlichen Angabe gingen mir schon gut von der Hand. Und 1,5 Stunden vor Feierabend hatte ich obiges Template fertig. Nun nur noch kurz über die Doku und über die Bedienerfunktionen recherchiert. Morgen bekommt mein System eine Geldschublade und einen Bondrucker. Ich bin nach 3 Tagen mehr als begeistert. Nette Menschen, Hilfsbereitschaft, interessante Arbeit und gute Laune. Was will man mehr.



Frontend grün
Kassenoberfläche 2. Versuch

Der letzte Tag vor dem Praktikum

Ein bischen wehmütig bin ich schon, da ich weiß: „Heute ist der letzte Tag in Birkenfeld.“

Der ganze Morgen ist geprägt von Abschied. Die letzten Screenshots von der Projektvorbereitung werden gemacht. Ein paar Dateien werden auf einen USB-Stick gezogen. Die Peripherie wird abgebaut ( Server, PC, Switch, DSL-Modem…).

Doch einmal wird es noch interessant – Der Projektantrag bei der IHK wird ins System eingestellt und abgegeben. Damit das klappt, haben wir gestern (endlich) die Zugangsdaten bekommen. Also eingeloggt und eingegeben:

  1. Das Thema der Projektarbeit
  2. Geplanter Bearbeitungszeitraum ( von wann bis wann findet der Aufbau statt)
  3. Projektbeschreibung ( Details)
  4. Projektumfeld (wo wird aufgebaut)
  5. Projektphasen mit Zeitplanung (detaillierte Zeitplanung)
  6. Dokumentation und Projektarbeit (Was wird dokumentiert)
  7. Anlagen (Skizze des Projekts)
  8. Präsentationsmittel (was wird zur Präsentation des Projektes in der letzten Prüfung benötigt)
  9. Allgemeine Hinweise
Blockschaltbild meines Projektes
Blockschaltbild Prüfungsprojekt

Und so sieht mein Projekt voraussichtlich aus. Genau kann ich das noch nicht sagen. Die IHK prüft jetzt meine Angaben. Sollte etwas nicht stimmen oder noch zusätzlich erledigt werden müssen, bekomme ich Bescheid. Diese Änderungen sind verpflichtend einzuhalten. Hier habe ich aber keine Befürchtung, dass zuwenig enthalten ist. 35h ist das zulässige Maximum. Da bin ich schon eng dran.

Die letzten Noten

Das Zeugnis des 3. Semesters ist das Letzte, welches wir erhalten. Da es noch nicht fertig ist, bekamen wird diese so mitgeteilt.

Mein Ergebnis:

HB (Betriebswirtschaft) –> 1

ITS (Theorie der IT) –> 2

ITF (Praxis der IT) –> 3

TOE ( Fach-Englisch) –> 1

Damit bin ich mehr als zufrieden. Hätte mir das jemand zu Beginn der Ausbildung gesagt, hätte ich es nicht geglaubt. OK – die Note im fachpraktischen Bereich schon :-).

Aber das geht nur mit Disziplin und Willen.

„Niemals aufgeben- niemals kapitulieren“ Zitat: Galaxy Quest *

= Neuer Job – neuer Lebensabschnitt.



Die letzte Woche

Meine letzte Woche am BFW wurde etwas hektisch. Noch 5 Tage um Komponenten meines Projektes zu testen. Noch 5 Tage um Fehler auszuräumen. Noch 5 Tage um die Zusammenhänge zu verstehen. Noch 5 Tage um die Dokumentation der Schritte zu vervollständigen. Nur 5 Tage um meine Kollegen um Hilfe zu bitten.

Zuerst habe ich alle Verbindungen geprüft und bin mittlerweile bei Version 8 der Blockschaltbildes. Das Logo der imaginären Firma habe ich überarbeitet. Das ist zwar nicht prüfungsrelevant, macht aber den Kopf frei. Wenn ich nicht mit übermäßigem technischen Wissen punkten kann, dann vielleicht mit etwas Design.

Die Herstellung eines Backups habe ich probiert. Mit der Zip-Datei hatte ich Probleme, doch mit dem richtigen Programm ging es.

Als es Donnerstag wurde, nahm ich mir doch noch einmal den Switch vor. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mich den VLAN’s nicht gewidmet hatte. Noch 1 Tag Restzeit. Da ich für die erstinstallation ein anderes VLAN verwendet habe, mußte jetzt alles umgestellt werden. Dies konnte ich nur durch die Hilfe und fachkundige Anleitung von Andy – Danke dir. Stecker hier rein, dann was konfigurieren – Stecker in einen anderen Port und IP ändern – wieder zurück und Neustart usw. so ging es den ganzen Mittag. Zu guter Letzt hat alles funtioniert. Ich habe mir noch einmal einen DSL-Anschluß besorgt um alles real darzustellen. Passt. In den letzten Minuten habe ich Screenshots und Notizen gemacht. Damit habe ich meine Doku ergänzt. Das wars.

Der Abbau

Der Freitag Morgen fing ruhig an. Jeder bastelte noch etwas an seinen Notizen und Projekten. Allerdings hat die Motivation sichtlich nachgelassen. Der Schlußspurt stand an. Die Projektanträge mußten eingegeben, unterschrieben und zur IHK abgeschickt werden. Bei meinem gab es nur ein kleines Problem – die Addition der Stundenzeiten. Hier ein Fehler, da ein Vertauscher. Ich hoffe es war die Konzentration. Sonst stellt mich niemend mehr als Kaufmann ein :-). Ab 10:00 Uhr wurden alle Geräte abgebaut und verpackt.

Zum guten Schluß kam noch die Frage nach den Zeugnissen auf. Diese konnten noch nicht erstellt werden, weil die letzten Noten der Nachschreiber spät kamen. Zusätzlich war die Sekretärin in dieser Woche nicht da. So bekamen wir die Noten nur so mitgeteilt (s. oben).

Das waren vorerst meine Berichte aus Birkenfeld. Ab Montag berichte ich aus meinem Praktikumsbetrieb.



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Noch eine Woche Vorbereitung

Die letzte Woche liegt vor mir. Das Testen der einzelnen Komponenten ist herausfordernd. In diesen Tagen weiß ich, dass ich eine solche Vorbereitungszeit nicht mehr bekommen werde. Andereseits bin ich platt. Die tägliche Anspannung und Aufregung zerrt an meinen Nerven. Nach 7-8 Stunden reiner Arbeit am PC fallen mir die Augen zu. Doch die Vorfreude auf das Praktikum und das Bestehen der Prüfung macht mir immer wieder Mut.



Das Kassensystem

Am letzten Freitag bin ich zu meinem Praktikumsbetrieb gefahren. Ich wollte mir das Kassensystem und die technische Umgebung zeigen lassen. Ich traf auf viele nette Mitarbeiter. Das Arbeitsklima ist spitze ( sweit ich das bisher beurteilen kann). Ein Kollege aus dem Support hat sich mir und meinen Fragen angenommen.

Für mich war wichtig:

  • Wie werden die Kassen an den Server angebunden?
  • Passen die Betriebssysteme, die ich ausgewählt habe?
  • Erreiche ich den Server von einer Weboberfläche oder über VPN?
  • Welche Funktionen sind grundsätzlich vorhanden?
  • Gibt es ein Standard-Template für die Kasse?
  • Wie einfach ist die Installation zu handhaben?

Zuerst durfte ich mein Projekt erklären. Nach einer kurzen Einweisung, gab es gleich Einwände: „In den 2 veranschlagten Stunden ist es nicht zu schaffen! Unsere MItarbeiter benötigen zur Installation 1-2 Tage.“ Das ließ meinen Mut etwas sinken. Sollte ich mich übernommen haben. Aber so leicht gebe ich nicht auf: „Ich habe für die Konfiguration des Datenbankservers und des Applikation-Servers 2h separat veranschlagt. In den 2h soll rein das Kassensystem aufgebaut und die Frontend-Software installiert werden.“ Nach einigem Hin und Her wurde mir bestätigt, dass das so klappen könnte. In den nächsten 6 Wochen bis zum Projektaufbau, werde ich stetig üben.



Zu den technischen Zusammenhängen fertigte mir der Kollege einen Plan an. Dort konnte ich nachvollziehen, mit welchen Protokollen und Daten gearbeitet wird. Ich habe die Informationen direkt beim Aufbau des Datenbankservers eingesetzt. Diesen habe ich mit unserem Lehrer für Datenbanken installiert. Er ist sichtlich erfreut, dass jemand eine solche in sein Projekt einbaut. Ich muß zugeben, dass ich das nciht freiwillig mache, aber ohne die funktioniert das System nicht. Nun hoffe ich, dass ich die Fragen in der Abschlußprüfung zu diesem Thema gut beantworten kann.

Die IHK-Anmeldung

Um sein Projekt genehmigt zu bekommen, reicht man es bei der IHK ein. Unser Termin wird Anfang Februar sein. Doch bis heute ist noch keine Nachricht eingetroffen. Per Post wird uns ein Zugang zu einem Online-Portal freigegeben. In dieses tragen wir die erforderlichen Informationen ein. Zusätzlich zur Textform, soll das Blockschaltbild hochgeladen werden. Wenn ich mich in Birkenfeld befinde komme ich nun nicht an die Post, die zuhause liegt. Das Ende dieser Woche ist der 26te. Da bleiben noch ein paar Tage Zeit. Ich finde die Bemessung allerdings etwas knapp.

Für die Durchführung des Projektes haben wir im März 8 Tage Zeit. Eigentlich 2 Wochen, aber mit Wochenende und Präsentationstag, sowie Abbau, belibt nicht mehr übrig. Die Stundenzahl von 35 soll hierbei nicht überschritten werden. Zusätzlich müssen wir in dieser Zeit alles dokumentieren. Denn diese Infos müssen in die Dokumentation für die IHK. Nach dieser werden wir geprüft und sie wird mit einer Note bewertet. Nach dem Ablauf der 2 Wochen wird das Projekt wieder abgebaut. Sollten dann noch Screenshots oder einzelne Punkte fehlen, kann niemand darauf zurück greifen. Klar kann es zuhause nachgebaut werden, aber ich habe nicht genug Geräte dafür. Sollten alle Stricke reissen, kann ich beide Wochenenden dazunehmen (+4,5 Tage). Der Notfallpuffer sollte reichen.

Am vorletzten Tag wird das Projekt dem Fachpublikum vorgestellt und erläutert. Das ist eine gute Übung für das Fachgespräch vor der IHK. Dort werden evtl. Wissenslücken aufgedeckt, die nachgelesen werden sollten. Der letzte Tag dient dem Abbau der Geräte.

Konfigurationen der Woche

Nachdem die Peripherie steht, begebe ich mich ans Herz der Netzwerkumgebung. Das ist der Server und die komplette Virtualisierung. Mit meinem minimalen technischen Verständnis stoße ich dabei gleich auf die ersten Hürden. Ein strukturiertes Arbeiten fällt mir schwer, obwohl ich mich an meine Dokumentation halte. Ich möchte zuviel gleichzeitig machen und sehe die Zusammenhänge dafür (noch) nicht. Aber dafür ist diese Zeit gedacht. Fehler machen – nach Lösungen suchen – optimieren der Unterlagen. Ein besonderes Problem hatte ich beider Festlegung von LAN, WAN und dem restlichen Netzwerk. Zwar habe ich diese bisher immer hinbekommen, jedoch ist es schwer, wenn man von Grund auf alles alleine machen soll.

So schleichen sich immer mal ein paar Pausen in den Denkprozess. Diese lähmen den Aufbau und machen wenig Mut. Doch ich versuche mich aufzurappeln und weiter zu machen. Dabei ist es die letzte Woche ohne berufliche und familiäre Verpflichtungen. Ich möchte sie genießen und alle Energie mit in den neuen Lebensabschnitt nehmen.

Nächste Woche erfahrt ihr, wie es in meiner ersten Praktikumswoche war.



2 Wochen bis zum Praktikum

Nächstes Wochenende ist es soweit. 1,5 Jahre Umschulung liegen hinter mir und das Praktikum beginnt. Doch die Aufregung wird größer.

Unsicherheit

Wie genau soll mein Projekt aussehen? Kann ich es schaffen, alles funktionierend aufzubauen? Wie wird es im Praktikumsbetrieb sein? Habe ich genug Zeit, mich während des Praktikums ausreichend auf die schriftliche Prüfung vorzubereiten? Kann ich den Fragen der Prüfer standhalten? Stimmt mein Lehrer dem Projektantrag zu? Reichen die Komponenten oder müssen noch Dinge hinzu, die ich noch nicht beherrsche? Sind meine Wege innerhalb des Netzwerkes korrekt oder geht nicht einmal der Server?

Fragen über Fragen und die Zeit fängt an zu rennen. Bei 13 Kollegen im Lehrgang ist es sehr zeitaufwändig für unseren Ausbilder, jedem gerecht zu werden. Jeder hat Fragen, jeder ist unsicher, jeder macht das erste Mal so ein großes Projekt. Jeder möchte es so gut wie möglich machen. Doch jeder stößt auch an seine Grenzen und muß neue Dinge ausprobieren. Einfache Probleme brauchen Stunden um sie zu lösen. Sei es durch eine neuere Version eines Programmes oder falsche Konfigurationen. Eigene Wege gehen und dem Ziel weiter näher kommen, das ist der Plan.



Bei mir bedeutet das zuerst einmal herausfinden, welche Komponenten das Kassensystem benötigt. Bei einem Besuch in meinem Praktikumsbetrieb habe ich diese Informationen bekommen. Am Freitag Mittag habe ich mir die Zeit genommen, dort vorbeizufahren. Freundlicherweise haben sich der IT-Chef und die Personalcheffin freigemacht um meine Fragen zu beantworten. Sie waren von meinem Projekt sehr angetan. Verschiedene Änderungen wurden mir empfohlen:

  • Den Einbau von Windows Servern statt Linux Servern
  • Die Einrichtung eines Datenbankservers
  • Die Nutzung eines Adminzugangs für die Kassensysteme statt einer VPN (siehe mein Bericht vom 28.10.2018 oder von der letzten Woche)
  • Das Weglassen der mobilen Bestellaufnahmegeräte (Handhelds)
  • Das RDX-Laufwerk soll wegfallen zugunsten einer Backup-Cloud

Mit diesen Informationen habe ich meinen Plan neu gestaltet. Mittlerweile bin ich bei Version 4. Unser Lehrer hat noch nicht intensiver draufgeschaut. Also weiß ich nicht, ob die Menge der Komponenten so ausreichend ist.

Backup-Cloud

Zuerst nehme ich die Backup-Cloud in Angriff. Ich kontrolliere zuerst die Backups, die über das Wochenende angelegt wurden. Es hat alles funktioniert und insgesamt 3 Abbilder meiner Daten wurden auf dem RDX-Laufwerk abgelegt. Nun fing ich an eine Lösung für die Cloud zu suchen. Das Backup-Programm Iperius gibt mir die Möglichkeit zwischen den Datenspeicherorten zu wählen. So gab ich eine Cloud an. Ich wählte die Gratis-Varianten Google Drive und One Drive von Microsoft. Doch hier kam leider keine Verbindung zustande. Anscheinend stimmte etwas mit den Paswörtern nicht. Doch da ich keine Lösung gefunden habe, probierte ich es mit der Goolge Cloud. Diese ist für 12 Monate kostenlos, wenngleich man seine Kreditkartendaten hinterlegen muß. Ich werde also ein Auge auf Google haben. Doch hier bekam ich die gewünschten Zugangsdaten und konnte eine Verbindung herstellen. Als Firma wird man seine Daten schließlich auch nicht auf ein OneDrive-Konto mit ein paar GB legen :-).

Die schwierigste Aufgabe war das festsetzen der Backup-Art. Ich wußte, dass ich ein Vollbackup und dann täglich ein differentielles Backup benötige. Diese speichert die letzten Änderungen im Vergleich zum letzten Vollbackup. Der Vorteil besteht darin, nur diese beiden Datenquellen aus dem Netz herunter zu laden. Bei einem inkrementellen Backup müßten alle letzten Speicherdaten seit dem letzten Vollbackup geladen werden.



Datenbank-Server

Für den Datenbankserver habe ich mir Hilfe geholt. Unser Lehrer für dieses Fach ist mir bei der Installation zur Seite gestanden. Es ist nicht sonderlich schwer, aber einige Kniffe sollte man beachten. So habe ich zuerst einen Windows Server 2016 erstellt. Hierauf kam die Microsoft SQL Datenbank. Nun habe ich zwar noch kein Gerät, das Informationen auf diese Datenbank bringt, jedoch werde ich zum Versuch einige Datenbanken anlegen. Damit das funktioniert muß ich noch einige Erweiterungen installieren. Dazu brauche ich einen Internetzugang auf meiner virtuellen Maschine. Diese hergestelle war wieder eine Stunde vorbei. Nun soll das ganze Projekt maximal 35h dauernd bis es fertig ist. Ich sehe meine Zeit schwinden. Ich dokumentiere mir zwar jeden Schritt, doch ein sicheres Gefühl habe ich noch nicht. Immer wenn ich vor dem nächsten Schritt stehe, habe ich das Gefühl, nichts zu wissen. Zum Glück habe ich aber Kollegen.

Im nächsten Schritt werde ich versuchen ein Gespräch mit unserem Ausbilder zu bekommen. Ich hänge sonst zu sehr in der Luft. Die Verbindungen unter den 3 virtuellen Servern müssen noch hergestellt und die Switches konfiguriert. Das werde ich in der nächsten Woche real aufbauen.



Praktische Übungen

Heute möchte ich euch von meiner ersten Woche der Projektvorbereitung erzählen.

Nachtrag der Noten

Doch zu allererst die letzten Noten für Leistungsüberprüfungen. Vor einigen Wochen haben wir Englisch geschrieben. Es gab dieses Mal viele Übersetzungen. Diese Korrekturen haben viel Zeit in Anspruch genommen, so gab es die Noten erst diese Woche. Mit einer 1,1 bin ich stabil. So wird dann auch die Endnote aussehen. In Betriebswirtschaft hatte ich gehöriges Herzklopfen vor der Arbeit. Doch zum guten Schluß war es unnötig. Relativ einfache Fragen und Definitionen. Hier bin ich mit einer 1,3 ausgestiegen. Damit sollte eine 2 auf dem Zeugnis drin sein. Auch wenn die Meinungen über den Schwierigkeitsgrad geteilt waren, war der Schnitt gut. Allerdings schreiben auch noch 6 Kranke nächste Woche nach.



Praktische Übungen

Ich muß mir Gedanken über mein Prüfungsprojekt machen. Ein Server soll rein und ein Kassensystem, dass ich von meinem Praktikumsbetrieb freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekomme. In dieser Woche habe ich auch ein par Vorinformationen darüber bekommen, so dass ich mir ein Bild über die benötigten Ressourcen und Software machen kann. Ein erster bebildeter Plan ist entstanden. Ich versuche den Server, den Router ( pfSense) und evtl. einen Webserver und einen Datenbankserver zu erstellen. Diese werden mit einem virtuellen Büro und einem Verkaufsraum verbunden. Die Sicherung der Artikeldaten wird mittels Backup auf einem RDX-Laufwerk vorgenommen. Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) sorgt für die Ausfallsicherung des Stroms bei dem System. Strom weg = USV an. Da auch der Chef mal von zuhause auf die Verkaufszahlen schauen möchte, richte ich eine End-to-Site-Verbindung ein. Damit kann er von seinem Laptop, Handy oder PC zuhause auf den Server im Geschäft zugreifen. Um das zu ermöglichen werde ich eine VLAN (virtuelles LocalAreaNetwork) -Verbindung kreieren und über verschiedene Switches und Patchpanels leiten. Mit einer VPN-Verbindung (Virtual PrivateNetwork) kommt ein Datenaustausch zu stande.

VLAN und VPN

Um taktisch an die Aufgabe heranzugehen, habe ich mir einen Plan von den Einzelaufgaben gemacht. Zuerst habe ich mich am VLAN versucht. Dies hatten wir schon einmal mit Anleitung gemacht. Natürlich trat auch hier ein Problem bei der Anbindung der neuen virtuellen Switche auf. Mit Unterstützung war die Verbindung hergestellt. Die VPN war die größere Herausforderung. Da wir so etwas noch nicht über die pfSense (Firewalldistribution) gemacht hatten, stand viel Ausprobieren auf dem Programm. Die erste Verbindung sollte auf einen PC im gleichen Netzwerk gehen. Nach einigen Versuchen und viel Fragen hat die Verbindung funktioniert. Mir ist da wieder klar geworden, dass ich den Zusammenhang der einzelnen Komponenten noch nicht richtig verstanden habe. Mit einmaligem durchnehmen ist es nicht getan. Doch dafür ist dieser Monat ja da. Um Auszuprobieren und zu Üben. Immerhin bin ich auf mich alleine gestellt. Jeder arbeitet an seinem eigenen Projekt. Doch Hilfe bekomme ich immer von jeder Seite. Danke dafür. Nun ging es an die mobile Anbindung. Ich wollte mein Handy mit dem Netzwerk des BFW verbinden. Hierfür benötigte ich eine DSL Verbindung. Also Modem an einen Switch angeschlossen und diese konfiguriert. Die App aufs Handy laden – auch wenn ich erst 3 ausprobiert habe. Die Daten und Zertifikate eingeben und schon hatte ich Zugriff. Hört sich leicher an als es war. Der Zeitraum umfasste einen ganzen Tag. Aber ich war froh und stolz, als alles funktionierte.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es. Am Morgen klingelte mein Handy nicht, weil die VPN-Einstellungen noch nicht gelöscht waren. Dumm gelaufen.



Das Kassensystem


Das zu installierende Kassensystem macht einen sehr guten Eindruck. Es vereint die Möglichkeiten einer Webseite mit denen einer Kasse. Von Filtern, Gutscheinen, Zahlungsarten, persönliches Display, Tischreservierung Kellnerschlüssel, Berichte usw. wird für jeden etwas geboten. Ich muß mich nun entscheiden, welche dieser Funktionen ich nutzen möchte. Vor allem, welche Funktionen sinnvoll ins Projekt passen. Zwischen den Kassen ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk. Damit funktionieren diese auch beim Ausfall der Netzwerkverbindung. Ist diese wieder hergestellt, werden die Daten an den Server übertragen. Die Installation von tragbaren Geräten ist ebenso möglich. Ich muß mich nur entscheiden, ob ich die Software auf mein Handy oder ein anderes Gerät installiere. Die Vorgabe enthält einen Datenbankserver. Diesen werde ich das erste Mal diese Woche erstellen. Vielleicht fällt dadurch auch der Webserver weg. Das entscheide ich im Laufe der nächsten Woche. Das Projekt soll immerhin maximal 35h Aufbauzeit haben. Das beinhaltet auch die Kontrolle aller Funktionen. Ich muß alle Schritte mit Bild und Text dokumentieren, damit ich meine Doku im Anschluß vernünftig schreiben kann. Das Projekt steht nur 1,5 Wochen und wird dann wieder abgebaut. Eine Ergänzung von fehlenden Daten müßte ich aus dem Gedächntis erstellen. Evtl. wäre auch ein erneuter Teilaufbau möglich. Doch das müßte im Praktikum geschehen. Also besser direkt alles korrekt machen.

Ich hoffe es war nicht zuviel technisches Geschwafel und ihr seid bis zum Ende mitgekommen. Aber das wird meine Zukunft sein. Ich freue mich auf die nächste Woche. An deren Ende sollte mein Projektantrag für die IHK in schriftlicher Form stehen.



Das Jahr der Prüfungen

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr 2019.

Mit dem neuen Jahr sind auch die letzten 3,5 Wochen vor dem Praktikum angebrochen. In dieser Zeit werden ich mich auf die Prüfungen und das Prüfungsprojekt vorbereiten. Das kann spannend oder sehr zäh werden.

Mein Plan für das Projekt nimmt langsam Gestalt an. Ich habe vor, ein Kassensystem an ein bestehendes Netzwerk anzuschließen. Aktuell gibt es die dritte Version dieses Plans.

Prüfungen

Folgende Prüfungen stehen in diesem Jahr an:

  1. Projektaufbau
  2. Schriftliche Prüfung
  3. Präsentation des Projektes mit anschließendem Fachgespräch

1. Projektaufbau

Im April wird das von mir geplante Projekt in den Räumlichkeiten des BFW aufgebaut. Da wir eine sehr große Gruppe haben, wird unser Lehrgang geteilt. Für den Aufbau stehen uns 2 Wochen zur Verfügung. In Stunden dürfen 35 nicht überschritten werden ( Vorgabe der IHK).



Detailliert bedeutet das:

In Woche 1 (Mo.-Fr.): Zusammensuchen der Komponenten, Technische Umsetzung, Ständige Dokumentation.

In Woche 2 (Mo.-Mi.): Beenden der Arbeiten und Lösen der letzten Probleme. (Do.) Präsentieren des Projektes im BFW für die IT-Lehrgänge (Semester 1-3) und Fachpublikum ( Lehrer, Praktikumsfirmen…). (Fr.) Abbau des Projektes mit der Möglichkeit fehlende Screenshots und Informationen zu dokumentieren.

2. Schriftliche Prüfung

Im Mai werden hier im BFW die schriftlichen Prüfungen geschrieben. Hierfür bin ich für wieder für 2 Wochen im BFW. Diese werden aus dem Wiederholen von Inhalten und dem Erarbeiten von alten Prüfungen bestehen. Voraussichtlich am Donnerstag der zweiten Woche, werden 3 Prüfungen geschrieben. Diese bestehen aus der Kernqualifikation, Fachqualifikation und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Meine Kompetenz liegt natürlich im Bereich WISO. Sollte ich die Kern- und Fachqualifikation mit 5 und die WISO-Prüfung mit 1 bestehen, wäre ich trotzdem durchgekommen. Nur eine 6 in einem Fach verhindert automatisch ein Bestehen. Mein Ziel ist es aber alle Teile mit mindestens 3 zu bestehen. So ambitioniert bin ich schließlich. Ich darf auch mit Fragen rechnen, die in keiner bisherigen Prüfung vorkamen. Die Technik entwickelt sich so schnell, dass zu Neuerungen oft ein Frage kommt.

3. Präsentation des Projektes mit anschließendem Fachgespräch

Am 03.07. ist es dann soweit. Der letzte Teil der Prüfung steht an. Hier muss die Dokumentation aus dem Projekt in schriftlicher ( pdf) Form der Prüfungskommission vorliegen. Anhand dieser wird meine 15 minütige Projektvorstellung bewertet. Im Anschluß kommt dann meine Achillesferse – Das Fachgespräch. In diesem dürfen Fragen zu meinem Projekt, zu den Bereichen Technik und Durchführung, gestellt werden. Technik…Ich werde froh sein, wenn der Aufbau funktioniert. Fragen dazu werden schwierig aber nicht unmöglich. Reden kann ich schließlich. Ich muß auf meine Tagesform und etwas Glück hoffen.

Am Ende der Prüfung bin ich Fachinformatiker für Systemintegration. Der Tag sollte mit einer kleinen Feier beendet werden. Am nächsten Tag beginnt der Ernst des Lebens wieder.

Soweit mein Überblick über die nächsten Monate. Ich hoffe, ich kann euch zwischendurch interessante Infos mitteilen. Diese werden allerdings in loser Folge niedergeschrieben. Drückt mir die Daumen.

Euer Manfred



Frohe Weihnachten

Die letzten Tage des Jahres sind angebrochen. Eine leichte Lustlosigkeit hat sich breit gemacht. Die Erwartung auf ein paar freie Tage sind groß. Ausruhen, mit der Familie feiern, entspannte Zweisamkeit, Freunde treffen, auftanken für das letzte Semester und die Prüfungen.

Das Prüfungsprojekt

Wie schon im letzten Bericht geschrieben, beschäftigen wir uns hauptsächlich mit unserem Netzwerk-Projekt. Meines ist fertig gestellt und eine gute Vorlage für mein Prüfungsprojekt. Leider habe ich noch keine Rückmeldung von meinem Praktikumsbetrieb erhalten. Sie wollten mir ein Projekt aus der Praxis geben um mich direkt daran zu messen. Ich freue mich sehr darauf. Allerdings habe ich mich gedanklich auch schon sehr darauf festgelegt. Nun sind es noch 4 Wochen im Januar, bis es in die Praktika geht. Wenn ich einen Termin in der ersten Woche bekomme ist es gut, in der zweiten Woche geht gerade noch. In der dritten ist es eigentlich schon zu spät, da die Anträge schon fertig sein sollten für die IHK.

Um nicht komplett ohne etwas dazusitzen, habe ich schon einen Plan entworfen und ein Kassensystem eingebunden. Ich bin gespannt, ob das in etwa der Realität entspricht.



Weihnachtsmarkt und HB

Die letzten Arbeiten sind geschrieben! Auf die Note in Englisch warte ich wohl noch bis zum nächsten Jahr. In der letzten Woche stand die letzte Arbeit in HB an. Zusätzlich liegt in dieser Woche noch unsere Weihnachtsfeier des BFW’s (Mittwoch) und die unseres Jahrgangs (Donnerstag). Ein enger Zeitplan. Am der offiziellen Weihnachtsfeier habe ich mich zum Klavierspielen und Singen bereit erklärt. Zusätzlich statte ich noch den Stand der IT’ler mit Keksen und Gebäck aus. Dafür gingen die Abende am Beginn der Woche drauf. Also keine Zeit zu lernen. Da unser Wissen über HB noch sehr rudimetär erschein, wurde die Arbeit auf die Weihnachtswoche verschoben. Puh, Glück gehabt. Mittwoch und Donnerstag habe ich mit Aufbau, Durchführung und Abbau von Stand und Musik verbracht. Die fehlenden Lerninhalte habe ich am Freitag aufgeholt.

DIe HB-Arbeit war super. Zumindest für mich. Einfache Fragen, simples Ausrechnen ( Prozent, +,-) wenige Definitionen für viele Punkte. Eine gute Note sollte drin sein. Vor allem, wenn man weiß wie verrückt ich mich vorher gemacht habe. Abgehakt, das war die letzte Arbeit der Umschulung!

Datenbanken

Leider mußte der Unterricht zu den Datenbanken ausfallen. Nach der Neustrukturierung unseres LANs, gab es Probleme mit dem Routing. Die von uns benötigte Online-Datenbank war nicht erreichbar. In der letzten Woche war alles sehr gut erreichbar und von uns auch darauf getestet. So blieb und Zeit für die Arbeit am Projekt.

Projektantrag

Zum Abschluß der Woche gab es eine Führung durch den Antrag des Prüfungsprojektes. Was muß rein, was evtl. und was nicht. Die Abgabezeiten sind zwingend einzuhalten. Die Mail mit der Bestätigung zum Projekt ausdrucken und aufheben. Diese kommt in den Projektbericht hinein. In diesem Zuge habe ich mich auch für einen Projektbegleiter entschieden. Unsere HB-Lehrerin übernimmt den Job bei mir. Hier geht es nicht um inhaltliche Dinge, sondern um das Gegenlesen der Dokumentation. Bei 13 Prüflingen wäre das zuviel für einen Lehrer (13 x 50 Seiten).



Nun wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit wünsche ich einen guten Start ins Projekt und baldige Rückmeldung von meinem Praktikumsbetrieb. Bis zum nächsten Jahr

Euer Manfred

Nur noch Praxis

Die letzten Wochen der theoretischen Ausbildung sind angebrochen. Ich merke, das die Freude auf das Praktikum zunimmt. Im Unterricht wirkt sich das auch aus. Es gibt aktuell 4 Fächer: TOE ( Englisch), HB (Betriebswirtschaft), Datenbanken und den Praxisteil mit Prüfungsvorbereitung.

Der letztere Bereich nimmt 85% des Unterrichts in Anspruch. Da ich dort nicht der Cleverste bin, merke ich, wie die Motivation zu Lernen merklich nachläßt. Ich versuche dem Unterricht zu folgen, aber es wird deutlich, dass die Praxisthemen rund um die Virtualisierung (Server/ Gruppenrichtlinien) nicht meine Zukunft sein werden.

Betriebswirtschaft

Am Montagmorgen wühlen wir uns durch die Betriebsabrechnungsbögen, Bilanzen, Kostenträgerblätter und Verkaufskalkulationen. Die letzte Arbeit steht am 12.12. an. Meine Vornoten sind gut. Somit mache ich mir keinen allzugroßen Druck. Allerdings fehlt mir noch die Vorstellung der Aufgabenstellung in der Arbeit. Das Grundprinzip allen Rechnens ist der Dreisatz. Den beherrsche ich im Schlaf. Doch was kommt noch? Das Rechnen im und vom Hundert sollte auch klappen. Somit bezieht sich die Vorbereitung hauptsächlich auf das Lernen der Grundsätze und Definitionen.

TOE

Englisch nähert sich seinem Ende. Am 04.12. schreiben wir unsere letzte Arbeit. Es wird die schwerste Arbeit für mich werden. Soviele unbekannte Vokabeln waren mir noch nie untergekommen. Eselsbrücken sind auch schwer herzustellen. Also üben, üben, üben, anders gehts nicht. Die Übersetzungen kommen dann ganz von alleine. Nach dieser Arbeit wird der Unterricht eingestellt. Die weiteren Unterweisungen finden dann im normalen Unterricht statt und beziehen sich auf Texte mit technischem Inhalt. Aus diesen müssen wir die erforderlichen Informationen herauslesen, die zur Bewältigung der Aufgaben nötig sind.



Datenbanken

Wir quälen uns durch das SQL. Hier fehlt mir das logische Verständnis, um die erforderlichen Infos aus der Aufgabenstellung heraus zu lesen. Deshalb ist das wöchentliche Üben zwingend erforderlich. Zusätzlich gibt es neue Befehle, die erlernt werden wollen.

Der Praxisteil mit Prüfungsvorbereitung

In der Prüfungsvorereitung bearbeiten wir alte Abschlußprüfungen. Die Jahre 2017 und Sommer 2016 sind schon fertig. Ich sehe mich aktuell bei ca. 50%. Wobei ich auf dieses Ergebnis komme, wenn ich keine Hilfestellung habe. Nach dem Erklären der Aufgaben könnte ich diese auch lösen. Die Schwierigkeit liegt im Verständnis. Meist ist die Lösung simpel, aber in viel Text verpackt. Es gibt allerdings einige neue Themen. Diese wurden bisher entweder nur angerissen oder noch gar nicht besprochen. Hier bekommen wir Nachhilfe. Also gibt es doch noch 1-2 Themen, die uns unbekannt sind. Angeblich findet die Prüfungskommission immer ein Thema was sehr aktuell und demnach nicht unbedingt in der Vorbereitung abgehandelt ist.

In unserem ABC-Versand-Projekt mit Router, Server, PFSense und Co. geht es voran. Aber trotzdem an mir vorbei. Die Einrichtung der einzelnen Komponenten stellt kein Problem mehr für mich dar. Mein Problem sind die Zusammenhänge untereinander. Wir arbeiten zeitgleich an mehreren Bildschirmen mit ähnlichen Inhalten. Offen sind z.B. der Microsoft Server, 2 Windows-Client-PC’s, die PFSense über Browser im Host, im Windows-Server der Browser und die Gruppenrichtlinienverwaltung, der Gruppenrichtlinien-Editor, Der normale Editor…

In diesem Gewusel soll ich nun bestimmte Ordner finden die auf fast jedem dieser Geräte existieren. Selbst bei genauer Anleitung ist es für mich schwer zu folgen. Hier hilft mir die exakte Dokumentation der Vorgänge. Da ich nicht gut folgen kann, ist meine Doku echt mies. Ich habe zum Glück liebe Kollegen, die das besser können, da sie es auch besser verstehen.

Im frisch installierten Active Directory (AD) ( auf der Serveroberfläche von Windows) gibt es viele neue Dinge zu finden. Domänen werden angelegt, Benutzer hinzugefügt, Rechte vergeben, Ordner angelegt… Alles, was wir vorher schon mit Linux getan haben. Viele Dinge werden vom AD automatisch gemacht. Dies vereinfacht das Einstellen des DNS und DHCP’S.

Trotz aller Probleme, die ich mit den aktuellen Themen habe, komme ich ganz gut zurecht. Dank der Hilfe von Kollegen und mehrfachem Üben werde ich gut durchkommen. Ich habe wegen meines Abschlußprojektes noch einmal Kontakt mit meinem Praktikumsbetrieb aufgenommen und hoffe, dass ich in diesem Monat noch ein reales Projekt aus dem Unternehmen bekomme, auf das ich mich im Januar vorbereiten kann.

In der nächsten Woche stehen 2 Weihnachtsfeiern an. Ob ich da einen Bericht schreiben kann, wird sich zeigen :-). Liebe Grüße euer Manfred



Projekte und Arbeiten

Das sind momentan die vorherrschenden Themen. Deshalb werde ich 2 Wochen zusammenfassen.

Montag ist BWL-Tag. Heute gab es die Arbeiten zurück. Mit einer 1,7 bin ich sehr zufrieden. Wobei ein paar Flüchtigkeitsfehler weniger eine 1 bedeutet hätten. Aber ich will nicht klagen. Anschließend ging es mit Buchführung weiter. Meine Kenntnisse in diesem Fach liegen gute 27 Jahre zurück. In der Praxis mußte ich diese nie anwenden. Doch T-Konten, Bilanzen und Abschlußkonten sind mir noch ein Begriff. Es macht Spaß sich wieder mit etwas kaufmännischem zu beschäftigen. Allerdings glaube ich nicht, dass ich diese Dinge in der Praxis anwenden werde. Über die Kosten- Leistungsrechnung und Anderskosten wurden wir über Zusatzkosten und Betriebskostenrechnungen gelehrt. Ich finde , es geht etwas zu sehr ins Detail für einen Fisi. Wenn es aber die Vorgabe der IHK ist, dann kann ich nix dran machen.

Englisch

In TOE ging es mit den Themen IPv6 und VLANs weiter. Das Thema IPv6 ist sehr aktuell und es macht Spaß sich noch einmal mit den Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig ist es eine Vorbereitung auf die nächste Arbeit am 04.12. – hoffentlich die Letzte. Bin gespannt wie ich in der Aktuellen abgeschnitten habe. Die Rückgabe soll nächste Woche erfolgen.

VLANs sind interessant, weil wir dieses Thema gerade in der Praxis behandeln.

SQL-Datenbanken

Nachdem wir unsere Datenbanken und deren Abfragen in MS-Access durchgeführt haben, durften wir diese über SQL wiederholen. Also weg von der grafischen Oberfläche, hin zu einer rein textbasierten Darstellung. Befehle lernen, Formeln kreieren und auch noch wissen was der Text von einem verlangt, das sind die größten Herausforderungen. Mit dem Buch in der Hand funktionieren die Übungen ganz gut. Alleine traue ich sie mir noch nicht zu. In den  Abschlussprüfungen bekommen wir einen Text, aus dem dann eine SQL-Abfrage erstellt werden soll. Ich denke ich streiche dieses Thema 🙂

Projekt Tunnel und ABC-Versand

Bei unserem VPN-Tunnel ist Licht am Ende zu sehen. Die Zertifikate sind erstellt und auf allen Virtuellen Maschinen verteilt. Nun könne alle miteinander kommunizieren, ohne sich Sorgen um die Sicherheit zu machen. Alle Infos sind verschlüsselt und abgesichert. Eigentlich ganz einfach. Nun frage ich mich, warum Firmen dafür 99,-€ – 300,-€ im Jahr verlangen.

Unser neues Projekt ist ein Netzwerk mittels Proxmox. Proxmox ist eine Serveroberfläche, auf der wir virtuell einen Windows-Server, einen LAMP-Server, mehrere Windows-PC’s und eine PFSense installieren. Dazu haben wir den Server konfiguriert und seine Funktionalität getestet. Die Kabelverbindungen wurden entsprechend in unserem Raum erstellt. Zu Schluss kam der Server in einen passenden Serverraum ( jedenfalls so in etwa). Da steht er nun und wartet darauf von uns mit Daten gefüttert zu werden. Die vergebene IP ist von unseren Rechnern mit dem Browser aufrufbar. So können wir ihn von unserem Arbeitsplatz aus bedienen, ohne immer bis zum Serverraum laufen zu müssen. Damit dies alles klappt haben wir Stunden mit der Planung verbracht. IP’s mussten vergeben und Switche konfiguriert werden. Wenn eine Kleinigkeit nicht aufgeschrieben ist, kann ich im schlimmsten Fall wieder von vorne anfangen.

Nachdem Ende der Woche die Infrastruktur steht, werden in der nächsten Woche die Maschinen erstellt und verbunden. Mal gespannt was das wird.